17.12.2019, 12:43 Uhr

Genitalbeschwerden bei Männern: Entzündungen im Überblick

Es juckt und brennt im Schritt? Das Wasserlassen ist nur unter Schmerzen möglich? Der Grund dafür könnten bei Männern Entzündungen an Harn- oder Geschlechtsorganen sein. Doch welche Entzündungen sind möglich? Welcher Arzt ist der richtige Ansprechpartner und wie kann er helfen?

Welche Entzündungen sind bei Männern möglich?

Es gibt verschiedenste Entzündungen, die bei Männern im Urogenitaltrakt (Harn- und Geschlechtsapparat) auftreten können. Dazu gehören zum Beispiel die Blasenentzündung (Zystitis), Eichelentzündung (Balanitis), Vorhautentzündung (Posthitis) oder Hodenentzündung (Orchitis). Relativ oft kommt es auch zu einer Entzündung der Prostata. Experten sprechen dann von einer Prostatitis. Mehr über Prostatitis erfahren Sie hier!

Ursachen für die Entzündungen sind meist Bakterien, die zum Beispiel beim verkehrten Abwischen nach dem Stuhlgang an den Penis beziehungsweise in die Harnröhre gelangen.

Genitalbeschwerden bei Männern – typische Symptome

Da es eine Vielzahl an Entzündungen gibt, die bei Männern Probleme im Intimbereich verursachen können, variieren die Symptome. Dennoch gibt es Genitalbeschwerden, die bei Männern im Falle einer Entzündung typischerweise auftreten. Diese sind Beschwerden beim Wasserlassen (wie Schmerzen oder Harnverhalt), häufiger Harndrang, Jucken, Brennen, Rötungen und mitunter Schwellungen an Penis und Hoden.

Auch Veränderungen des Urins in Bezug auf Farbe und Geruch sind bei manchen Erkrankungen denkbar. So kann es zum Beispiel bei einer Hodenentzündung zu Blutbeimengungen im Urin kommen.

Generell ist es ratsam, im Intimbereich auftretende, anhaltende Beschwerden durch einen Arzt abklären zu lassen. Er ermittelt den Grund für die Symptome und empfiehlt eine geeignete Behandlung.

So hilft der Arzt Männern bei Entzündungen

Der richtige Ansprechpartner bei Beschwerden des Urogenitaltrakts ist der Urologe. Er ist ein Spezialist für Erkrankungen der Harnwege, der Harnblase, sowie der Prostata, des Penis und der Hoden. Um den Genitalbeschwerden bei Männern auf den Grund zu gehen, stehen ihm mehrere Diagnosemethoden zur Verfügung. Neben dem ausführlichen Patientengespräch sind das Abtasten des Penis, eine Urinprobe und ein Abstrich der Harnröhre nur eine Auswahl der diagnostischen Möglichkeiten.

Steht die Diagnose, wird der Mediziner im nächsten Schritt die passende Behandlung empfehlen. Da die Entstehung von Entzündungen im Urogenitalsystem meist auf Bakterien zurückzuführen ist, verschreibt der Arzt häufig ein Antibiotikum. Dieses bekämpft die Krankheitserreger und stoppt deren Vermehrung. Auf diese Art sind die Entzündungen bei Männern in der Regel gut behandelbar.

Wie lassen sich Genitalbeschwerden bei Männern vermeiden?

Es gibt keine Maßnahmen, mit denen sich Mann zu 100-Prozent vor einer Entzündung im Urogenitaltrakt schützt. Dennoch gibt es Möglichkeiten, durch die die Wahrscheinlichkeit einer Entzündung gesenkt werden kann. Hierzu zählt zum Bespiel der Schutz beim Geschlechtsverkehr. Kondome verhindern nicht nur eine ungeplante Schwangerschaft und die Übertragung gefährlicher Geschlechtskrankheiten, sondern machen es auch Bakterien schwer, über Schleimhäute (zum Beispiel am Penis) in den Körper einzudringen.

Zudem spielt die eigene Körperhygiene eine Rolle. Wichtig ist es zum Beispiel, dass nach dem Stuhlgang der After von vorne nach hinten (und nicht von hinten nach vorne) gereinigt wird, sodass keine Darmbakterien an den Penis gelangen. Um eine Entzündung bei Männern vorzubeugen, ist es weiterhin ratsam, den Hoden und Penis (vor allem die Eichel und Vorhaut) regelmäßig zu reinigen. Das verhindert die Ansammlung und Vermehrung fieser Bakterien. Für eine sanfte Reinigung ist lauwarmes Leitungswasser bestens geeignet.


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