28.11.2019, 11:31 Uhr

7 Tipps für die erste Reise nach Island

Foto: Iurie BelegurschiFoto: Iurie Belegurschi

Eine Island-Reise ist zweifellos ein Erlebnis, das sich von bisherigen Urlauben zu unterscheiden weiß.

Der kleine Inselstaat kommt in vielerlei Hinsicht anders daher als viele Regionen dieser Welt und hat zeitgleich viel zu bieten. Um auf verschiedenste Eventualitäten gut vorbereitet zu sein, können sich Reisende, die zum ersten Mal nach Island kommen, an den nachfolgenden sieben Tipps orientieren.

1. Die Sehenswürdigkeiten

Es fällt schwer, die besten Sehenswürdigkeiten Islands auszumachen. Wer möglichst viel von der Insel sehen und sich dabei Zeit lassen möchte, sollte mindestens zwei Wochen bleiben und der Ringstraße folgen. Von der Hauptstadt Reykjavík aus gelangen Touristen so zu bedeutenden Attraktionen wie

• den Wasserfällen Dettifoss, Seljalandsfoss und Skógafoss,

• der Blauen Lagune,

• dem Dorf Vík,

• der Eislagune Jökulsárlón,

• dem See Mývatn

• und der Halbinsel Snæfellsnes.

Für einen gelungenen Island-Urlaub ist es wichtig, die Besichtigung von Attraktionen sinnvoll zu planen. Wer keine Zeit für eine lange Rundreise hat, findet verschiedene Angebote von Reiseveranstaltern, die Touren mit unterschiedlicher Länge zusammenstellen und bedeutende Sehenswürdigkeiten zeigen.

Entscheidend ist es auch, das Wetter zu berücksichtigen, denn insbesondere während des Winterhalbjahres kann es Straßensperrungen, Schnee und Glätte geben. Deswegen lohnt es sich, bei der Planung die Hilfe von Experten in Anspruch zu nehmen.

2. Die Kleidung

In Island ist das Wetter unberechenbar und auch die Sommermonate punkten nicht mit Badetemperaturen. Wer die Insel ansteuert, ist sich dessen allerdings bewusst und kommt nicht dorthin, um einen Strandurlaub zu verbringen. Ganz im Gegenteil: das oftmals raue Wetter mit seinen Regenschauern, Windböen und Nebelschwaden ist ein bedeutender Teil des Reizes, für den Island so geschätzt wird.

In Sachen Kleidung gilt es deshalb, sich auf Witterungsumschwünge vorzubereiten: Regenfeste Funktionskleidung, isolierende Thermojacken, warmes Schuhwerk und eine Mütze sind das gesamte Jahr über gute Begleiter. Mehrere Schichten im sogenannten Zwiebellook übereinander zu tragen, ist absolut ratsam. So kann kurzfristig auf Schwankungen reagiert werden.

3. Die Kommunikation

Kontakt zu Einheimischen macht eine Reise besonders. Die Isländer selbst sind ein sehr herzliches Volk, das Touristen trotz des immer weiter anwachsenden Zulaufs gerne willkommen heißt. Für die Kommunikation müssen Urlauber jedoch keinesfalls Isländisch lernen. Die meisten Einwohner sprechen fließend Englisch, was deutlich angenehmer ist, als sich an einer der fünf schwierigsten Sprachen weltweit die Zähne auszubeißen.

4. Das Bezahlen

Während Bargeld in Deutschland noch nicht wegzudenken ist, hat es in Island bereits weitestgehend ausgedient. Mancherorts können Touristen gar nicht anders zahlen als bargeldlos. Im Urlaub darf eine funktionierende Bank- oder Kreditkarte folglich nicht fehlen, sonst nämlich könnten schon kleine Einkäufe zum Problem werden.

Was Trinkgeld betrifft, heißt es häufig, dass Urlauber darauf verzichten sollten. Doch auch, wenn es weder vorausgesetzt wird noch üblich ist – das isländische Servicepersonal weiß die kleine Aufmerksamkeit natürlich zu schätzen.

5. Die Ausgaben für Essen & Trinken

Fest steht: dieses Reiseland ist nicht gerade ein günstiges Unterfangen. Ein Vergleich zwischen Island und Deutschland zeigt, dass die Lebenshaltungskosten auf der Insel rund 50 Prozent höher liegen als hierzulande. Dafür aber verdienen die Isländer im Schnitt erheblich besser als die Deutschen.

Wer im Urlaub ist, sollte sich auf höhere Ausgaben für Alkohol und Lebensmittel einstellen. Gerade Hochprozentiges wie Vodka oder andere Spirituosen ist oftmals zwei- oder gar dreimal so teuer wie in Deutschland. Grund dafür sind aber nicht etwa die Geschäfte, sondern der Staat, der über die Steuer und weitere Abgaben mehr als 70% des Preises für sich beansprucht. Dabei gilt: je höher der Alkoholgehalt, desto teurer.

In Sachen alkoholfreier Getränke gibt es noch einen besonderen Spartipp: Quellwasser. Die Qualität des Trinkwassers ist überall auf Island hoch, Leitungswasser kann also bedenkenlos getrunken werden. Eine mitgebrachte Trinkflasche spart somit bares Geld.

6. Die Sicherheit

In Island gibt es kaum Kriminalität, weshalb sich Reisende (nahezu) überall sicher fühlen können. Die Natur hingegen kommt nicht immer sicher und friedlich daher. Wer sich hinaus ins Freie begibt und die Insel erkundet, sollte deshalb stets gut auf sich aufpassen, verantwortungsbewusst handeln, im Vorfeld sicherheitsrelevante Informationen einholen und gegebenenfalls auch die App von safetravel.is herunterladen.

Foto: Iurie Belegurschi

7. Die Natur

Auch wenn sie manchmal schroff, gefährlich und wild erscheint – die Natur Islands ist ein sehr fragiles Konstrukt. Sie reagiert sensibel auf klimatische Veränderungen und andere äußere Einflüsse. Erst in diesem Jahr wurde dem ersten Gletscher der Insel, der dem Klimawandel erlegen ist, ein Denkmal gesetzt.

Naturschutz und ein respektvoller Umgang mit der Flora und Fauna des Inselstaates sind Grundvoraussetzungen für eine schöne Island-Reise. Urlauber sollten Hinweisschilder berücksichtigen, keinen Müll in der Natur hinterlassen und nicht abseits von Wegen über Moos oder Gräsern laufen. Eine in wenigen Sekunden hinterlassene Spur entwickelt sich sonst schnell zu einer Wunde, die die Natur erst Jahre später wieder schließen kann.


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