19.09.2019, 13:57 Uhr

Das eigene Unternehmen absichern – Welche Maßnahmen sind sinnvoll?

Deutsche Unternehmen sichern sich gegen Risiken zu wenig ab. Dabei sind einige Versicherungen fast schon unentbehrlich. (Foto: pixabay.com)Deutsche Unternehmen sichern sich gegen Risiken zu wenig ab. Dabei sind einige Versicherungen fast schon unentbehrlich. (Foto: pixabay.com)

Ein genauer Einblick in die aktuellsten Statistiken zeigt, dass viele kleine und mittlere Unternehmen einen zu geringen oder gar komplett mangelhaften Versicherungsschutz aufweisen.

Es wird dadurch zwar an Kosten gespart, doch der Schutz gegen unvorhergesehene Zwischenfälle bleibt auf diesem Wege aus. Dies ist allerdings waghalsig, bestehen in Rechtsstreitigkeiten oder Unfällen im Betrieb beispielsweise reichlich Potenziale, um ohne Versicherung in eine Kostenfalle zu rutschen. Dabei sind allem voran kleine und mittlere Unternehmen, die zugleich jung sind, kaum in der Lage, die durch Schäden entstehenden Kosten selbst aufzufangen. Es zeigt sich: Das Risikobewusstsein steigt erst mit einer gewissen Größe des Unternehmens. Allerdings sollte es bereits von Beginn der Unternehmung an präsent sein.

Die wichtigste Versicherung für Unternehmen: Die Betriebshaftpflichtversicherung

Selbst bei gründlicher Arbeit können im beruflichen Rahmen Schäden unterlaufen. Dabei steigt die Wahrscheinlichkeit mit der Größe des Unternehmens an. Grund dafür ist, dass mit einem wachsenden Unternehmen zugleich die Aufträge und die zu verrichtende Arbeit ansteigen, was mit mehr Druck verursacht und mehr Mitarbeiter fordert. Druck und eine Vielzahl an Mitarbeitern erhöhen das Schadenpotenzial:

• Handwerker beschädigen versehentlich die Innenausstattung des Hauses

• Passanten werden durch ein herunterfallendes Werkzeug im Rahmen der Bauarbeiten verletzt

Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten, die im Zusammenhang mit dem jeweiligen Prozess stehen. (Foto: pixabay.com)

• Ein Angestellter verschüttet über den Laptop eines Kunden Kaffee bei einer Beratung und der Laptop geht kaputt

Die Liste der möglichen Schäden ist lang und ergibt von Branche zu Branche ein anderes Bild. Nun kommt der Knackpunkt für Unternehmer: Sie müssen für die Schäden der Mitarbeiter aufkommen und haften für den Schadensersatz. An dieser Stelle kommt die Betriebshaftpflichtversicherung als ein absolutes Muss ins Spiel.

Wozu ist die Betriebshaftpflichtversicherung da?

Eine Betriebshaftpflichtversicherung sichert Unternehmen gegen Personen- sowie Sachschäden ab. Des Weiteren leistet sie darüber hinaus Hilfestellung:

• Entschädigungszahlungen im Falle von Vermögensschäden bei den Betroffenen

• Übernahme der Prozesskosten, falls gegen überhöhte Schadensersatzforderungen vorgegangen wird

• Schadensersatz, falls sich jemand in den Räumlichkeiten des Unternehmens verletzt

Bedingung ist bei alledem, dass die Schäden im Rahmen der beruflichen Tätigkeiten geschehen. Dabei ist jedoch nicht die fehlerhafte Erbringung der Dienstleistung abgesichert. Sollten Unternehmen Ihre Arbeit also unpräzise machen, dann findet die Absicherung durch die Betriebshaftpflicht hier ihr Ende.

Was ist der Unterschied zur Berufshaftpflichtversicherung?

Die Berufshaftpflichtversicherung zeichnet sich dadurch aus, dass sie bei Vermögensschäden einspringt, die ein Unternehmen bzw. der Unternehmer Dritten zufügt. Beispiele für Situationen:

• Verstoß gegen Markenrechte

• Fehlerhafte Beratung mit finanziellem Schaden für den Kunden

• Mangelhafte Einweisung eines Mitarbeiters, die zu schlechten Dienstleistungen und finanziellem Schaden führt

Durchaus macht die Berufshaftpflichtversicherung Sinn. Doch die großen und finanziell schwerwiegenden Schäden, wo u.a. sogar lebenslange Schadensersatzleistungen fällig werden, sind durch die Betriebshaftpflichtversicherung abgedeckt.

Die optimalen Konditionen wählen, um richtig abzuschließen!

Tatsache ist, dass die im Rahmen einer Betriebshaftpflichtversicherung abzusichernden Schäden und erforderlichen Leistungen mit jedem Unternehmen variieren. Dementsprechend tappen viele Unternehmer ins Problem, die falschen Konditionen gewählt zu haben und nicht optimal abgesichert zu sein. An dieser Stelle seien die Vorteile des Anbieters Hiscox bei seinem Angebot für Betriebshaftpflichtversicherungen hervorgehoben. Hier sind die Tarife speziell auf einzelne Branchen zugeschnitten wählbar, was den Anfragenden entgegenkommt. Zudem bietet Hiscox für Geschäftskunden eine Reihe weiterer nützlicher Versicherungen…

Die Geschäftsinhaltversicherung: Damit schnell Ersatz da ist, wenn etwas kaputtgeht

Innenausstattung in Unternehmen kann einen hohen Stellenwert haben und sogar teure Designermöbel umfassen. Im Idealfall wird im Rahmen einer solchen Versicherung alles abgedeckt, was innerhalb des Geschäfts vorhanden ist:

• Handelswaren (!)

• Möbel

• Teppichböden

• Elektro-Ausstattung

Je nachdem, wie umfangreich das Unternehmen ist und in welcher Branche es beheimatet ist, sind die Versicherungsumfänge individuell anzusetzen. Sollte es nun in Folge von Unfällen oder Überschwemmungen zu Schädigungen kommen, so erstattet die Versicherung die volle Summe und sorgt dafür, dass Unternehmen sich die Ware zum Neuwert beschaffen können. Insbesondere bei den Handelswaren gestaltet sich diese Versicherung als ein Muss.

Die Rechtsschutzversicherung: Damit die rechtlichen Streitigkeiten den Geldbeutel nicht belasten

Zu rechtlichen Streitigkeiten kann es beispielsweise schon dann kommen, wenn das Unternehmen die gemietete Fahrzeugflotte wechseln bzw. abgeben möchte, und das Fahrzeugunternehmen vermeintliche Kratzer entdeckt. Der Vermieter pocht nun auf Schadensersatz, während der Mieter dies nicht einsieht. Teilweise diese Dinge und noch viel größere Rechtsstreitigkeiten sind es, die eine Rechtschutzversicherung für Unternehmen zu einem enormen Mehrwert werden lassen. Die Rechtsschutzversicherung kommt nämlich für die Gerichtskosten auf. Voraussetzung dafür ist, dass dem Unternehmen kein Vorsatz nachgewiesen wird. Ansonsten würde dies nach sich ziehen, dass die Versicherung die Kosten wiedererstattet bekommt. Alles in allem ist die Rechtsschutzversicherung jedoch – unabhängig vom Ausgang der Verhandlung – eine weitestgehend bedingungslose Hilfestellung.

Die Cyber-Versicherung: Die kaum bekannte und doch so wichtige Komponente

Als Bestandteil des Versicherungsschutzes ist die Cyber-Versicherung ein vielen Unternehmen unbekanntes Glied, wie eine neue Studie zeigt. Unternehmen, die hauptsächlich oder sogar nur zum Teil im Internet operieren, können von ungezielten Cyber-Attacken getroffen werden. Die Cyber-Versicherung versichert gegen die Schäden, die durch beispielsweise folgende Attacken entstehen:

• Verletzungen des Datenschutzes

• Erpressungen & Datenverluste

• Spionage-Aktionen

• Ausschaltung der IT-Systeme

Es handelt sich also nicht wie im Sinne von Antiviren-Software um ein präventives Mittel gegen Attacken. Stattdessen greift die Versicherung, wenn Attacken bereits erfolgt sind, um die entstandenen Kosten zu decken.

Wenn der Zeitpunkt reif ist: Unternehmensnachfolge rechtzeitig planen

Eine zunehmende Anzahl an Unternehmen hat Schwierigkeiten dabei, die passende Nachfolge für die eigenen Geschäfte zu finden. Dabei nimmt eine reibungslose Übergabe des Unternehmens in kompetente Hände eine zentrale Rolle bei dem Fortbestand und der Absicherung des Unternehmens ein. Sollte beispielsweise der Sohn oder die Tochter die Bestrebung haben, das Unternehmen von einem Elternteil zu übernehmen, so muss hier bereits ein bis zwei Jahre vorgeplant werden. Bei außenstehenden Personen sind im Idealfall langjährige Beziehungen gegeben, die eine Übergabe in vertrauenswürdige Hände gewährleisten.

Bildnachweis:

Abb. 1: Pixabay.com © athree23 CCO Public Domain

Abb. 2: Pixabay.com © jessica45 CCO Public Domain


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