20.08.2019, 16:09 Uhr

Kredit und Leasing bei der Autofinanzierung

(Foto: iamnao/123RF)(Foto: iamnao/123RF)

Die Welt ist im Umbruch und auch über die Zukunft unseres Straßenverkehrs wird mittlerweile heiß diskutiert.

Manche Zukunftsforscher prophezeien gar das Aus für den individuellen Autoverkehr. Doch noch ist es nicht so weit, das Fahren mit dem eigenen Pkw wird uns sicherlich noch eine ganze Weile erhalten bleiben. Dieser wird übrigens hierzulande in den meisten Fällen auf Kredit gekauft. Denn die wenigsten haben das dafür nötige „Kleingeld“ auf der hohen Kante. Und abgesehen davon lässt sich bisweilen durch eine Autofinanzierung des neuen Pkws sogar Geld sparen, wie wir weiter unten sehen werden.

Per Kredit zum neuen Wagen: Vergleichen ist wichtig

Wer Geld für den Erwerb seines neuen Fahrzeugs benötigt, sollte sich zunächst einmal gründlich informieren. Auf den einschlägigen Online-Portalen erhält man viele nützliche Informationen darüber, was alles beim Autokredit zu beachten ist. Außerdem lohnt es sich durchaus, die Konditionen verschiedener Anbieter miteinander zu vergleichen, ehe man ein Darlehen aufnimmt.

Doch welche Arten der Autofinanzierung gibt es eigentlich? Ratenkredit, Ballonkredit, Leasing, ... Das sind nur einige der Begriffe, die in diesem Zusammenhang immer wieder auftauchen. Gehört hat man alle schon einmal, viele jedoch wissen gar nicht genau, was sich dahinter verbirgt.

Ratenkredit

Nimmt man Geld für den Kauf eines Wagens auf, handelt es sich dabei in der Regel um einen Ratenkredit. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass Rate, Zinssatz und Laufzeit von vornherein festgelegt sind. Nicht dagegen der Verwendungszweck, er ist vom Kreditnehmer normalerweise frei bestimmbar. Anders sieht es allerdings bei einem Ratenkredit zur Autofinanzierung aus: Er ist zweckgebunden, darf also nur zum Erwerb eines Autos verwendet werden. Eine weitere Besonderheit ist, dass von vielen Kreditinstituten eine sogenannte Sicherungsübereignung des Wagens verlangt wird. In der Praxis behält zu diesem Zweck der Kreditgeber den Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung Teil II) als Sicherheit ein. Der Vorteil des Ratenkredits liegt auf der Hand: Er ist leicht kalkulierbar, weil über seine gesamte Laufzeit die gleiche Monatsrate zu leisten ist.

Einen Autokauf über einen Ratenkredit direkt vom Händler zu finanzieren, dürfte heutzutage übrigens meistens teurer sein, als sich das Geld bei einer Bank zu leihen. Denn finanziert man den Wagen direkt über den Verkäufer, so wird der Listenpreis fällig. Besser ist es, sich einen Ratenkredit bei seinem Kreditinstitut zu besorgen und das Auto damit vollständig zu bezahlen. So sichert man sich nicht nur die momentan äußerst günstigen Zinskonditionen für den Kredit, sondern auch den teilweise sehr großzügigen Barzahlungsrabatt des Händlers beim Kauf eines Neuwagens.

Ballonkredit

Eine spezielle Ausprägung des Ratenkredits beim Autokauf stellt der Ballonkredit dar. Im Prinzip läuft er auf die gleiche Weise ab wie oben beschrieben. Es gibt jedoch einen Unterschied: Die monatlichen Raten werden möglichst klein gehalten, dafür wird am Ende eine große Schlussrate fällig. Das hat den Vorteil, dass der Kreditnehmer über die Laufzeit nicht finanziell überfordert wird. Ist der Zeitpunkt für die Schlussrate gekommen, so muss er diese nicht sofort tilgen, sondern kann die Rückzahlung mittels eines neuen Ratenkredits auf einen längeren Zeitraum verteilen. Es besteht aber das Risiko, dass die Konditionen für diese Anschlussfinanzierung schlechter ausfallen als vorher. Daher eignet sich der Ballonkredit vorrangig für Autokäufer, die ihre Ballonrate voraussichtlich aus eigenen Mitteln tilgen können. Allerdings sind von Anfang an Zinsen auf diese Rate zu zahlen. Deshalb ist der Ballonkredit meist teurer als ein normaler Ratenkredit.

Als Unterform des Ballonkredits gibt es den Drei-Wege-Kredit, der allerdings nur infrage kommt, wenn er direkt beim Autohändler aufgenommen wird. Der Name rührt daher, dass zur Rückzahlung der Schlussrate drei Optionen gewährt werden, zwischen denen der Kreditnehmer die Wahl hat. Erstens kann er die Rate in einem Betrag begleichen. Zweitens besteht die Möglichkeit einer Anschlussfinanzierung, wie sie gerade geschildert wurde. Als dritte Option kann der Autokäufer den Wagen an den Händler zurückgeben. Jedoch muss das Auto die vorher festgelegten Bedingungen hinsichtlich Fahrleistung und Zustand erfüllen. Ist das nicht der Fall, kommt es zu weiteren Kosten für den Kreditnehmer. Insofern kann der Drei-Wege-Kredit als eine Mischform aus Ratenkredit und Leasing bezeichnet werden.

Leasing

Eine Sonderform stellt das Autoleasing dar, da es genau genommen keine Autofinanzierung im engeren Sinne ist. Denn der Leasingnehmer erwirbt nicht das Auto, sondern nur das Nutzungsrecht daran, mietet es also für einen gewissen Zeitraum. Der Leasinggeber, in der Regel der Autohändler, bleibt Eigentümer des Fahrzeugs. Der praktische Ablauf ist ähnlich dem beim Drei-Wege-Kredit. Auch beim Leasing wird am Ende der Laufzeit das Auto zurückgegeben und je nach Kilometerleistung und Zustand fallen unter Umständen weitere Kosten für den Leasingnehmer an. Die Unterschiede sind: Meistens ist zu Beginn eine Sonderzahlung zu leisten, dafür sind die Leasingraten günstiger als die Kreditraten. Da die Leasingdauer mit zwei bis drei Jahren recht kurz ausfällt, kann der Kunde immer ein relativ neuwertiges Auto fahren, wenn er wiederholt einen Wagen least. Als Nachteil des Leasings aus wirtschaftlicher Sicht wird oft ins Feld


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