13.06.2019, 13:17 Uhr

E-Zigarette: Infos zur Gesetzeslage und Funktionsweise

(Foto: ©istock.com/Yuri_Arcurs)(Foto: ©istock.com/Yuri_Arcurs)

Im Folgenden gibt es Infos zur aktuellen Gesetzeslage und zur Funktionsweise der E-Zigarette.

Die Fraktion der Nichtraucher durfte befreit aufatmen, als die Vorschriften zum Nichtraucherschutz im Jahr 2007 auch in Deutschland verschärft wurden.Die strengen Antirauchbestimmungen haben dazu geführt, dass der Absatz von E-Zigaretten seitdem immens gestiegen ist..

Bisher kein rechtsgültiges Verbot

Wo das Rauchen herkömmlicher Tabakwaren mittlerweile verboten ist, kann das Dampfen einer E-Zigarette eine legale Alternative sein. Zumindest ist die Rechtslage bisher noch nicht eindeutig geklärt. Das bedeutet, dass ein Urteil je nach Umständen und Möglichkeiten ganz unterschiedlich ausfallen kann. Im Zweifel legt die für das Gebäude oder die Umgebung zuständige Hausordnung die Regeln fest. Ob das Dampfen am Arbeitsplatz erlaubt ist, hängt von der Einstellung der Geschäftsführung ab, wie in diesem Artikel ausführlicher beschrieben wird. Dasselbe gilt auch für den Konsum von E-Zigaretten in Restaurants, Friseursalons und anderen Geschäften. Hier zählt immer das individuelle Urteil des Geschäftsinhabers, ob und in welchem Rahmen das Dampfen erlaubt ist.

Auch wenn beim Verdampfen der sogenannten Liquids deutlich weniger krebserregende Stoffe in die Luft geraten als beim Rauchen, sind sich Experten noch uneinig, ob für Passivraucher eine gesundheitliche Gefahr besteht. Zurzeit spricht die Gesetzeslage nur eine deutliche Sprache, wenn es um das Rauchen geht, also um die Verbrennung von Tabak.

Liquids verdampfen im Inneren der E-Zigarette

Wenn Tabakpflanzen in Form von Rauchwaren verbrannt werden, entstehen zahlreiche Giftstoffe, die zum großen Teil als krebserregend gelten und des Weiteren noch viele andere schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Erst neulich wurden drei internationale Zigarettenhersteller verklagt, weil sie die Konsumenten nicht ausreichend vor diesen Gefahren gewarnt haben.

Beim Konsum einer E-Zigarette dagegen verdampft die nikotinhaltige Flüssigkeit, das Liquid, im Inneren des Gerätes. Dort erhitzen kleine Heizstäbe das Liquid und sorgen so dafür, dass der gewünschte Dampf über ein spezielles Mundstück eingeatmet werden kann. Nicht alle Liquids enthalten Nikotin. Sie sind mittlerweile in zahlreichen Varianten erhältlich und lassen sich je nach Geschmack auswechseln. Da hochwertige Geräte für eine dauerhafte Verwendung ausgelegt sind, gibt es im Handel auch eine gute Auswahl an Ersatzteilen.

Veränderte Werbestrategie für ein neues Image

E-Zigaretten sind aus ihrer Alternativecke zur herkömmlichen Zigarette herausgewachsen und sind „erwachsen geworden“ - wie die Tabakindustrie nicht müde wird zu betonen. So wird in der Werbung zunehmend davon abgerückt, gesundheitliche Aspekte in den Mittelpunkt diverser Marketingstrategien zu platzieren. Der Vergleich ist Out, ein neues, eigenständiges Image ist In: Statt sich mit der herkömmlichen Zigarette zu messen, setzen Werbestrategen seit wenigen Jahren vermehrt auf eine E-Zigarette, die eigenständigen Genuss jenseits der althergebrachten Zigarette verspricht. Dennoch: Das Pflanzengift Nikotin wird auch weiterhin im neuen E-Gewand konsumiert und kann als hochgradiger Suchtstoff dauerhaft abhängig machen. Dampfen löse an dem Grundproblem nichts, lautet das einhellige Credo der Kritiker.

Ihr Hauptargument: Auch E-Zigaretten sind mehr oder weniger kontraproduktiv im Kampf gegen die Sucht und sabotieren die gesundheitspolitischen wie gesamtgesellschaftlichen Bemühungen, den Tabakgenuss zu stoppen.

Um von der Tatsache möglichst abzulenken, sind Vergleiche und Assoziationen mit der klassischen Zigarette nahezu tabu. So wird etwa auch der Hinweis, dass E-Zigaretten selbst da konsumiert werden dürfen, wo andere Zigaretten verboten sind, werbetechnisch tunlichst nicht mehr weiterverfolgt.

Produzenten von E-Zigaretten, E-Liquids und Zubehör wollen ihre Produkte nicht vergleichend, quasi als Hilfsmittel zur Raucherentwöhnung verstanden wissen – eher denn schon als Lifestyle-Genuss-Produkt mit eigener Daseinsberechtigung, das Anspruch auf Exklusivität erheben will.

Auf die Weise kann der schon seit längerem hitzig geführten Debatte um gesundheitliche Vor- und Nachteile etwas wirkungsvoll entgegengesetzt werden, das von der Suchtgefahr und -problematik ablenken und Bedenken zerstreuen soll. Dampfen wird somit nicht als ein reiner Vorgang eigener Suchtbefriedigung, sondern vielmehr als exklusiver Akt reinen Genusses werbetechnisch transportiert.

Kontrolle über den Nikotin Konsum als Vorteil

Letztlich kann allein das Argument der E-Zigaretten-Fans wohlwollende Kritiker davon überzeugen, mit E-Zigaretten eher die Kontrolle über die gewünschte Nikotin-Konzentration jederzeit im Griff zu behalten – mit der für manchen verlockenden wie vielversprechenden Aussicht, die eigene Nikotin-Dosis ja jederzeit schrittweise reduzieren zu können – ein psychologischer Vorteil, zumindest.


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