13.06.2019, 12:40 Uhr

Private Altersvorsorge: Nur ein Drittel der Jugend spart regelmäßig an

(Foto: Pixabay.com)(Foto: Pixabay.com)

Alarmierendes Ergebnis: Lediglich 32 Prozent der 17- bis 27-jährigen legen regelmäßig Geld fürs Alter auf die hohe Kante. Das zeigt eine aktuelle Umfrage. Im Jahr 2010 waren es noch 38 Prozent.

Umfrage im Drei-Jahres-Turnus

Das Versorgungswerk Metallrente GmbH lässt alle drei Jahre die Vorsorgeaktivitäten Jugendlicher im Alter von 17 bis 27 Jahren untersuchen. Für die diesjährige Studie mit dem Titel „Jugend, Vorsorge, Finanzen“ hat das Forschungsinstitut Kantar Public Deutschland 2.500 Jugendliche befragt.

Rückläufige Sparerquote

Die Ergebnisse der Studie sind alarmierend: Während im Jahr 2010 noch 55 Prozent der Befragten angaben, gelegentlich Geldbeträge für Alter zurückzulegen, sind es laufenden Jahr nur noch 48 Prozent. Regelmäßig sparen lediglich 32 Prozent. 2016 waren es noch 35 Prozent, 2010 sogar 38 Prozent.

Aufwärtstrend bei der betrieblichen Altersversorgung

Große Veränderungen gibt es bei den verschiedenen Ansparformen: So wird die Riester-Rente immer weniger von jungen Menschen in Anspruch genommen: Nur 31 Prozent haben sich für diese Art der Altersvorsorge entschieden – 2010 waren es noch 50 Prozent. Auch Bausparverträge haben an Attraktivität verloren: Während vor neun Jahren 58 Prozent Geld für die eigene Immobilie zurücklegten, sind es heute lediglich 42 Prozent.

Gewinner bei den Ansparformen ist die betriebliche Altersvorsorge (bAV): 38 Prozent der Befragten geben an, sie für die eigene Altersvorsorge zu nutzen. 2010 waren es nur 31 Prozent. Eine große Mehrheit der Sparer bevorzugen dabei ein automatisches Ansparen mit Opting-out und Arbeitgeberzuschuss.

Bei der Entscheidungsfindung für die am besten geeignete Vorsorgeform stehen jungen Menschen mehrere Beratungsoptionen zur Verfügung: Neben dem Bankberater der Hausbank und unabhängigen Beratern gibt es Finanzdienstleistungs- und Beratungsunternehmen, die ihre Hilfe offerieren. Einige sprechen gezielt Jüngere an, ein gutes Beispiel ist die tecis Finanzdienstleistungen AG. Sie hat die Generation Y bewusst zu ihrer Zielgruppe gemacht und bietet im Bereich der privaten Vorsorge ein breites Investmentangebot. Daneben berät tecis bei der Absicherung gegen Berufsunfähigkeit und der Immobilienfinanzierung. tecis ist mit 160 Beraterteams bundesweit aufgestellt.

Problematische Altersvorsorge bei Frauen

Die Vorsorgesituation von Frauen beunruhigt die Experten besonders, trotz der hohen Bildungsabschlüsse, die sie oft vorweisen. Der Hauptgrund für Defizite in der Vorsorge liegt in der schwierigen Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Drei Viertel der befragten Frauen geben an, in der Lebensphase als Mutter bestenfalls in Teilzeit arbeiten zu können. Außerdem legen sie ihr Geld weitaus konservativer an als die Männer: Lediglich 18 Prozent der Frauen investieren in Investmentfonds oder Aktien. Bei den Männern sind es 35 Prozent.

Bildnachweis: Pixabay, 1710217, USA-Reiseblogger


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