13.06.2019, 11:19 Uhr

Leichte Flugangst überwinden

(Foto: Flickr)(Foto: Flickr)

Ab in den Urlaub, die Füße hochlegen und endlich entspannen.

Um das Reiseziel zu erreichen, setzen sich die meisten in den Flieger - so können lange Strecken innerhalb kürzester Zeit zurückgelegt werden. Das wiederum löst bei vielen Menschen Unbehagen und so gar kein Entspannungsgefühl aus. Laut Statistiken fühlt sich fast jeder vierte Deutsche unwohl beim Betreten eines Flugzeugs - 16 Prozent leiden sogar unter richtiger Flugangst. Diese Ängste können aber schon durch kleine Maßnahmen gelindert werden.

Planung ist alles

Nicht nur das Abheben des Flugzeugs allein sorgt für Unwohlsein bei den Betroffenen, sondern oft der gesamte Ablauf einer Flugreise. Schließlich gilt es vor dem Fliegen noch einzuchecken, das Gepäck aufzugeben und den Security Check zu überstehen. Das ganze Drumherum verbinden viele mit Stress, und dieser Stress wiederum lässt die Angst vorm Fliegen noch größer werden, als sie eigentlich ist.

Mit der richtigen Planung ist es möglich, zumindest den Stress vorm Abheben des Flugzeugs zu reduzieren. Flüge kann man mittlerweile auch ganz bequem von zu Hause aus buchen, was viele Vorteile mit sich bringt. So kann man sich beim Buchen so viel Zeit nehmen, wie man möchte. Des Weiteren hat man die Möglichkeit, den Wunschflughafen anzugeben und sich zum Beispiel für den kleineren Flughafen zu entscheiden, der dank kurzer Wege und schnellerer Abläufe bei Reisenden weniger Stress auslöst.

Während des Fliegens fühlen sich manche Reisende wohler, wenn sie am Gang statt am Fenster sitzen können. Online kann man mit nur wenigen Klicks seinen Wunschplatz reservieren. Am Tag des Abflugs sollte man mindestens 90 Minuten vor dem Boarding am Flughafen sein. Wer sich sicherer fühlt, kann auch schon zwei Stunden vorher eintreffen, um die Etappen wie Check-in, Gepäckaufgabe und den Security Check entspannt abarbeiten zu können. Reisende sollten sich bereits im Vorhinein über die jeweiligen Handgepäckrichtlinien der Airline informieren, um vor Ort Unannehmlichkeiten zu vermeiden.

Im Flugzeug

Sobald man seinen Platz im Flieger eingenommen hat, hilft es, das Bordpersonal über seine Flugangst zu informieren. Die Flugbegleiter sind für solche Situationen geschult und bemühen sich, den Flug für die Passagiere so angenehm wie möglich zu gestalten.

Auch wenn ein Gläschen Wein während des Flugs verlockend klingt, ist dem abzuraten. Das Gleiche gilt für Beruhigungstabletten (es sei denn, ein Arzt hat diese verschrieben). Sowohl Medikamente als auch Alkohol dämpfen möglicherweise in diesem Moment die Symptome, aber die tatsächliche Angst existiert weiterhin. Zudem reagiert jeder Mensch anders auf Alkohol oder Tabletten - im schlimmsten Fall verstärkt das Gläschen Wein die Angst, statt sie zu mindern. Reisende können sich auch auf andere Weise etwas Gutes tun und zum Beispiel statt zu einer kneifenden Jeans lieber zu einer weichen Stoffhose greifen - generell ist es empfehlenswert, an Bord bequeme Kleidung zu tragen.

Nicht bei jeder Airline haben Passagiere die Möglichkeit, Filme zu schauen. Daher ist es ratsam, sich vorher auf das mobile Endgerät entweder die Lieblingsserie, einen Podcast oder ein Buch zu downloaden, um für Unterhaltung und gleichzeitig Ablenkung während der Reise zu sorgen.

Nach dem Flug

Das Wichtigste kommt zum Schluss. Zwar haben Betroffene die größte Hürde mit dem Betreten und Überstehen des Fluges bereits genommen, aber es ist umso wichtiger, dass sie sich für diesen Schritt belohnen: Sei es mit einem Lieblingssnack oder einem ruhigen Spaziergang. Dieser Vorgang des Belohnens nach dem Überwinden der Angst ist wichtig, damit sich Betroffene beim nächsten Mal diese positiven Emotionen ins Gedächtnis zurückrufen können. Beim nächsten Flug erinnern sie sich beispielsweise an den entspannenden Spaziergang nach dem anstrengenden Flug und verbinden diese Erinnerung direkt damit, dass der Flug gut überstanden wurde und nichts passiert ist.

Bildrechte: Flickr flight~ kyu CC BY-ND 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten


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