16.05.2019, 15:17 Uhr

Was ist PageRank?

(Foto: arquiplay77/123RF)(Foto: arquiplay77/123RF)

Es gibt verschiedene Indikatoren bei Googles Suchmaschine, die dabei helfen sollen, den Rang der eigenen Seite einschätzen zu können und entsprechende Optimierungen vorzunehmen. Dafür stehen zum Beispiel die Webmaster Tools zur Verfügung, die verschiedenste Hinweise darüber geben, mit welchen Maßnahmen weitere Verbesserung in der Platzierung möglich sind.

Bei der Bewertung von Webseiten im Internet gibt es aber schon seit dem Beginn der Suchmaschine ein Tool, das sich einen beinahe mystischen Ruf aufgebaut hat: der PageRank. Aber was ist eigentlich der PageRank und wieso ist er so wichtig für die Profis auf diesem Gebiet?

Der PageRank - was ist seine eigentliche Aufgabe?

Die Idee eine PageRank entstand schon bevor Google selbst auf dem Markt der Suchmaschinen aktiv wurde beziehungsweise gegründet wurde. Schon eine Weile haben sich Experten mit der Frage beschäftigt, wie es möglich sein könnte, die vielen Inhalte im Internet nach ihrer Relevanz zu bewerten. Als die beiden Gründer von Google sich schließlich intensiver mit der Frage beschäftigt haben, die vorher vor allem auf eine Sammlung von Dokumenten angewandt wurde, entstand der PageRank und somit das erste bedeutende Werkzeug, das für den Algorithmus von Google eine Rolle gespielt hat. Dabei ist er bis heute aktiv, hat aber längst nicht mehr die Bedeutung, wie es in früheren Jahren der Fall war.

Das Ziel ist es, dass verschiedene Inhalte nach ihrer Relevanz für die Allgemeinheit bewertet werden. Auf diese Weise ist es möglich, ein Ranking für Webseiten zu erstellen. Je bedeutender ein Inhalt für andere Seiten ist, desto höher steigt er in der Sichtbarkeit. Im Beispiel Internet wäre ein Faktor zum Beispiel die Referenz auf das Dokument. Ein Beispiel: Eine Webseite informiert über ein Thema und ist dabei so gut, dass es eine Vielzahl von anderen Verlinkungen auf diese Seite erzeugt. Damit steigt die Relevanz und entsprechend auch die Sichtbarkeit, die dieser Seite in den Suchmaschinen eingeräumt wird.

Manipulation und der Niedergang des PageRank Tools

Über viele Jahre war die Toolbar, also die Werkzeugleiste, mit dem eingebauten PageRank das absolute Pflicht-Werkzeug für jeden, der an der Optimierung für Suchmaschinen interessiert war. So ließ sich schon beim Klick auf die Seite sehen, wie hoch der PageRank und somit die Relevanz der entsprechenden Homepage ist. Oberstes Ziel war es, selbst eine Verlinkung von so einer Seite zu erhalten: Je besser der PageRank einer Homepage war, desto gewichtiger ein Backlink, der auf die eigene Seite gezeigt hat. Entsprechend schnell stieg auch die wirtschaftliche Bedeutung, die mit dem PageRank verknüpft wurde.

Es gab viele Fälle in denen, mitunter erfolgreich, versucht wurde, die Bewertung im PageRank zu manipulieren. Denn so wurde nicht nur der Wert der eigenen Seite gesteigert, auch die Preise für verkaufte Backlinks gingen in die Höhe. Zudem entstanden im Laufe der Zeit andere Probleme mit dem PageRank. Er spiegelte zum Beispiel nie inhaltliche Qualität wider und war für die Leser, die eigentlichen Nutzer der Webseite, also von weit weniger Interesse für die Betreiber hinter den Homepages. Das führte schließlich dazu, dass auch bei Google ein Umdenken mit dem eigenen Algorithmus entstanden ist und der PageRank weitestgehend durch andere Algorithmen ersetzt wurde. Der Herausgeber des Artikels geht dabei auf seiner Webseite näher auf diese Thematik ein.

Heute ist der PageRank ein Relikt aus den Anfangszeiten von Google. Trotzdem ist er besonders für jene, die vor den Beginn ihrer Arbeiten bei der Suchmaschinenoptimierung stehen, ein interessantes Werkzeug, um die Relevanz der eigenen Seite zu testen.


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