06.02.2019, 12:11 Uhr

Regensburg mit überdurchschnittlich hoher Verkehrsschadenquote

Crash
               Flickl CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten (Foto: Cha già José)Crash Flickl CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten (Foto: Cha già José)

Der Landkreis Regensburg verzeichnet ebenso wie die gleichnamige Stadt eine überdurchschnittliche Häufigkeit von Verkehrsschäden. Autobahnen wie die A3 zählen nicht nur zu den staureichsten, sondern auch zu den gefährlichsten Straßen Deutschlands. Die Gründe, warum Unfälle außer- wie innerorts passieren, sind vielseitig. In der Regel ist das Fehlverhalten der Fahrer schuld.

Der Karambolage-Atlas der Generali-Versicherung zeigt es deutlich: In Regensburg ist die Schadenhäufigkeit auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau. Im Landkreis passierten im Jahr 2017 14,5 Schäden pro 100 Pkw. Im Schnitt kostete jeder Schaden 2.012 Euro. In der Stadt ist das Unfallrisiko noch höher. Hier wurden 2017 17,1 Schäden auf 100 Kraftfahrzeuge gemeldet. Die Schadenhöhe betrug im Schnitt 2.042 Euro. Im Landkreis passieren am häufigsten Glasschäden (31,6 Prozent) und Haftpflicht-Sachschäden (23,9 Prozent). In Regensburg Stadt liegen letztere auf dem ersten Platz (30,2 Prozent), Glasschäden auf dem zweiten (29,4 Prozent). Vandalismus- und Brandschäden stehen in Stadt und Land an dritter Stelle. Erfreulich ist die niedrige Diebstahlrate. Sie liegt in der Stadt Regensburg bei 0,9 Prozent, im Landkreis sogar bei nur 0,4 Prozent.

Die Gründe für Verkehrsunfälle sind vielseitig. Häufig ist falsches Verhalten die Unfallursache, in anderen Fällen sind es technische Mängel am Fahrzeug. Häufige Fehler von Autofahrern sind falsches Abbiegen und Wenden, Vorfahrtmissachtung, zu dichtes Auffahren sowie Geschwindigkeitsüberschreitungen. Letztere verursachen die schlimmsten Folgen und fordern laut einer Broschüre des Statistischen Bundesamtes (hier als PDF) etwa 24 Todesopfer je 1.000 Unfälle. Auch das Fahren unter Alkoholeinfluss führt nach wie vor zu zahlreichen und folgenschweren Unfällen. In 4,4 Prozent aller bundesweiten Unfälle mit Personenschaden im Jahr 2017 war Alkohol im Spiel. Jedes 14. aller Unfallopfer starb durch einen Unfall, in den mindestens eine alkoholisierte Person involviert war. In Bayern registriert die polizeiliche Verkehrsstatistik vor allem überhöhte Geschwindigkeit als Ursache schwerer Verkehrsunfälle. 2017 wurde ein Drittel der tödlichen Unfälle durch Raser verursacht. In der Oberpfalz verzeichnet man einen Anstieg von 3,3 Prozent bei Unfällen durch Geschwindigkeitsüberschreitung. Unfälle durch Alkoholkonsum waren im Vergleich zum Vorjahr um 9,3 Prozent häufiger. Auffällig ist auch ist die Zahl der Wildunfälle: 2017 wurden fast 10.000 Fälle registriert, etwa 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

Pannen führen nicht immer zu einem Unfall, stellen aber dennoch ein Verkehrsrisiko dar. Laut ADAC-Pannenstatistik 2018 sind Schäden an der Batterie und am Motor die häufigsten Ursachen für Pannen: Fast 40 Prozent der ADAC-Einsätze wurden 2017 aufgrund defekter Batterien durchgeführt. 21 Prozent gingen auf das Konto von Schäden am Motor bzw. Motormanagement, also etwa Zündung und Sensorik. Würden Mängel rechtzeitig erkannt und behoben, könnten viele Pannen vermieden werden. Häufiger Grund für einen Motorschaden beispielsweise ist ein defekter Zahnriemen. Ist er erst einmal gerissen, führt das in der Regel zum Totalschaden des Motors. Deshalb sollten Autofahrer den Zahnriemen rechtzeitig und fachmännisch wechseln lassen - dank Werkstattvermittlern wie Caroobi findet man dafür schnell die richtige Anlaufstelle. Zusammenfassend lässt sich also sagen: Wer vorausschauend fährt und den technischen Zustand des Wagens regelmäßig überprüft, verringert das Unfallrisiko enorm.


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