22.08.2018, 11:02 Uhr

Ausgesperrt - es kann auch ernst kommen

pixabay.com
              
             (Foto: Hans)pixabay.com (Foto: Hans)

Wer die Tür hinter sich fallen lässt und den Schlüssel vergessen hat, der ärgert sich natürlich.

In vielen Fällen muss der Schlüsseldienst heranrücken und den Ausgesperrten wieder die Wohnung öffnen. Das kostet viel Geld und wäre vermeidbar gewesen. Am Ende geht aber alles gut, meistens auf jeden Fall. Denn wer sich nicht nur ausgesperrt hat, sondern auch noch den Herd angelassen oder noch Kerzen brennen hat, der gerät schnell in Panik. Zurecht, denn viele Wohnungsbrände entstehen aus dieser misslichen Lage und angeschaltetem Herd. Hier müssen anderer Schritte eingeleitet werden.

Ruhe bewahren

Am wichtigsten ist es, Ruhe zu bewahren. Wer in Panik verfällt, der trifft oft noch weitere Fehlentscheidungen. Bei Herden mit automatischer Abschaltung sollte man nicht direkt in Unruhe verfallen. Hier reicht es, den Schlüsseldienst mit einer Dringlichkeit zum Ort des Geschehens zu bestellen. Hier sind Schlüsseldienste meist auch sehr schnell. Sollten aber offene Flammen, Gasherde oder Herde ohne Abschaltung angelassen sein, so sollte man umgehend handeln. In keinem Fall zögern und den Notruf wählen. Die Feuerwehr ist meist schneller als der Schlüsseldienst und öffnet die Tür auch dementsprechend schnell. Sollte sich bereits übermäßig viel Rauch gebildet haben, so wird meist auch noch gelüftet.

Allerdings sollte die Feuerwehr nur in dringlichen Notfällen gerufen werden, also wenn ein offenes Feuer in der Wohnung brennt oder ein Fettbrand ausbrechen könnte. Die Kosten für einen solchen Einsatz muss der Ausgesperrte in der Regel nicht tragen, da die Feuerwehr rechtmäßig und in Not gerufen wurde. Eine gleichwertige Alternative ist die Feuerwehr aber nicht, denn unrechtmäßige Einsätze ohne Dringlichkeit können teuer werden. Teurer als den Schlüsseldienst zu rufen allemal. Es gilt also: Notrufe sollten nicht missbraucht werden, um sich einen Kostenvorteil zu verschaffen.

Schlüsseldienst von der Versicherung bezahlen lassen

Was viele Mieter und Hausbesitzer nicht wissen: Der Schlüsseldienst kann auch von der Versicherung bezahlt werden. Hierfür müssen aber einige Punkte gegeben sein. Zunächst muss dies im Vertrag vereinbart sein. Gibt es keine entsprechende Police in den Versicherungspapieren, so kann auch nichts von der Versicherung übernommen werden. Und selbst wenn, ist das noch lange keine Garantie, dass die Versicherung den Betrag ganz oder teilweise übernimmt. Dafür muss nachgewiesen werden, dass das Schloss defekt oder fehlerhaft war oder der Schlüssel ungewollt verloren gegangen ist. Erst dann wird die Versicherung den Betrag übernehmen. In der Regel muss so eine Police aber extra gebucht werden oder ist nur in Premiumverträgen vorhanden.

Schäden durch den Schlüsseldienst

Tür geöffnet, Tür beschädigt. Nicht selten kommt es vor, dass Tür oder Türrahmen bei der Türöffnung eine Schramme abbekommen. Das ist ziemlich ärgerlich, vor allem, wenn man den Schaden deutlich sieht, wie auf weißen oder hellen Türen. Doch einen Schadensersatzanspruch hat man nicht automatisch. Wer den Schlüsseldienst ruft, der nimmt eine gewaltsame Öffnung der Tür samt Schäden in Kauf. Nur, wenn der Schlüsseldienst eine schadensfreie Öffnung garantiert, muss er auch für entstandene Schäden haften. In der Regel funktioniert das auch ganz unproblematisch und einfach. Kann der Schaden nicht ersetzt werden, helfen Reparatursets aus dem Baumarkt, um den Kratzer wieder unsichtbar zu machen. Die Kosten sind extrem gering und der Aufwand ist minimal.


0 Kommentare