07.08.2018, 15:42 Uhr

Umziehen aus rechtlicher Sicht

(Foto: andreypopov/123rf.com)(Foto: andreypopov/123rf.com)

„Auf in ein neues Zuhause!“ lautet das Motto, das viele Menschen haben, die sich auf die Suche nach einer neuen Wohnung begeben.

Wer zum ersten Mal nach einer eigenen Wohnung sucht oder sich mit diesem Thema noch nie aus rechtlicher Sicht beschäftigt hat, der kann schnell in ein Fettnäpfchen treten. Ein Umzug hängt mit neuen Verträgen, Beauftragungen von Firmen und Ablösungen von Möbeln zusammen. Was Sie zu Ihrem Umzug wissen sollten, erfahren Sie hier:

Achten Sie auf die Wohnungsgröße?

Sie haben nun lange Zeit nach einer Wohnung oder einem Haus gesucht, in dem Sie zur Miete wohnen können. Es ist zu empfehlen, dass Sie zunächst einmal genau kontrollieren, ob alle im Vertrag gemachten Angaben korrekt sind. Hierzu sollten Sie die einzelnen Zimmer ausmessen und durch eine Summation aller Messungen die Gesamtwohnungsgröße ermitteln. Nicht immer sind die Angaben in Ihrem Mietvertrag korrekt. In vielen Fällen entspricht die geforderte Miete nicht der tatsächlichen Wohnfläche, sondern ist deutlich höher.

Sollten Sie auf eine solche Fehlangabe im Vertrag stoßen, können die Nebenkosten oder die Miete herabgesetzt werden.

Abstandszahlungen für Möbel – Wer darf was von Ihnen verlangen?

Unter einem Abstand versteht sich die Übernahme von Möbeln des Vormieters durch Bezahlung einer Ablösesumme. Oftmals werden Abstandssummen direkt mit dem Vormieter ausgehandelt. Dies ist jedoch rechtlich nur dann zulässig, wenn Sie Ihre Mietanfrage nicht direkt beim Vermieter gestellt haben. Dies hängt damit zusammen, dass der Vermieter das Recht hat, seine Wohnung im leer geräumten Zustand zu empfangen. Leer und ohne Möbel wird die Wohnung dann an Sie übergeben.

Sprechen Sie daher zuvor mit Vermieter, ob eine Befugnis des Vormieters besteht, die Möbel an Sie zu verkaufen.

Eine Umzugsfirma beauftragen

Um Zeit einzusparen, beauftragen Sie einen Umzugsdienst. Die meisten Firmen arbeiten sehr professionell, schnell und zu Ihrer Zufriedenheit. Doch auch den besten Arbeitern kann in der Hektik einmal ein Fehler unterlaufen. So kommt es schnell zu einer Beschädigung an einem Ihrer Möbelstücke. Nun stellt sich die Frage, wer für den entstandenen Schaden haftet:

Wenn Sie einen Vertrag mit dem Unternehmen abgeschlossen haben, was schon durch die Beauftragung und Annahme Ihres Auftrags geschieht, haftet das Unternehmen. Der Mitarbeiter selbst kann in den meisten Fällen kaum direkt für den Schaden belangt werden. Die meisten Umzugsfirmen zahlen Ihnen den Schaden, in der Regel nach Eingang der Information darüber was genau passiert ist, wieder zurück.

Besonders wichtig: Zur Meldung eines entstandenen Schadens haben Sie 14 Tage Zeit. Sie sollten sich daher bemühen, innerhalb weniger Tage alle Möbelstücke einmal genauer zu betrachten, um eventuelle Schäden ausfindig zu machen.

Wann wird aus Besuch eine Untermietung?

Grundsätzlich steht es Ihnen nicht frei, ein Zimmer Ihrer gemieteten Wohnung ohne Absprache mit dem Vermieter zur Untermiete anzubieten. Daher sollten Sie genau darauf achten, wann von einem Besuch gesprochen wird und wann bereits eine Untermietung stattfindet.

In diesem Fall ist das Gesetzbuch sehr unschlüssig, denn eine genaue Definition der Untermiete gibt es nicht. Zu beachten ist allerdings, dass sich ein Trend in den richterlichen Entscheidungen zu diesem Sachverhalt erkennen lässt. Sobald ein Mieter einen Besucher länger als drei Monate am Stück bei sich wohnen lässt, gilt dies als Untermietung.


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