05.03.2018, 13:29 Uhr

Das neue Samsung Galaxy für knapp 1000 Euro Warum dreht auch Samsung jetzt die Preisspirale nach oben?

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Mit dem neuen iPhone X setzte Apple im vergangenen einen neuen Trend in puncto Preisgestaltung bei Smartphones und brachte das teuerste Smartphone aller Zeiten auf den Markt. Auf diesen Zug scheint Samsung nun aufzuspringen.

Obwohl das Samsung Galaxy S9 mit Allnet-Flat auf Portalen wie preis24.de zu erschwinglichen monatlichen Gebühren angeboten wird, lässt der hohe Anschaffungspreis von knapp 1000 Euro erst einmal hellhörig werden. Müssen wir in Zukunft immer mit derartigen Preisen rechnen?

Smartphones werden im Durchschnitt teurer

Die Preise für Smartphones klettern immer weiter nach oben, wie die aktuellen Zahlen vom Digitalverband Bitkom belegen. Im Jahr 2016 gaben die Deutschen im Durchschnitt noch etwa 386 Euro für ein Mobiltelefon mit Internetanschluss aus. Im vergangenen Jahr lag der Wert schon bei 419 Euro. Und in diesem Jahr zahlten die Deutschen bisher rund 426 Euro für ihr neues Smartphone. Auch die Gesellschaft zur Förderung der Unterhaltungselektronik (gfu) hat in den letzten Jahren beobachtet, dass Smartphones teurer werden. Die verkauften Stückzahlen gingen in Deutschland zwar leicht zurück, aber der Durchschnittspreis erhöhte sich. Dieser Trend wird vor allem von Apple angetrieben. Aber auch Samsung zieht jetzt mit und bietet das neue Galaxy S9 Plus für einen Einstiegspreis von knapp 1000 Euro an. Die Variante mit 256 Gigabyte Speicher kostet sogar 1049 Euro.

Der Smartphone-Markt wird breiter

Laut Bitkom werden aber in Zukunft nicht alle Smartphones so teuer sein. Es wird weiterhin viele kostengünstige Einsteiger- und Mittelklassegeräte geben, die sich an Nutzer mit kleinem Budget richten. Dementsprechend wird der Markt breiter. Auch Samsung hat nämlich gemerkt, dass viele Kunden dazu bereit sind, für spezielle Highlights wie Randlos-Displays, hervorragende Kameras und hohe Leistung viel Geld auszugeben.

Der Smartphone-Boom lässt nach

Alles in allem hat sich der Smartphone-Boom erst einmal gelegt – gerade in weitgehend gesättigten Märkten wie etwa in Deutschland. Sowohl Bitkom als auch die gfu gehen davon aus, dass hierzulande in diesem Jahr weit weniger Smartphones verkauft werden als das noch 2015 der Fall war. Dennoch werden die Umsätze Schätzungen zufolge um knapp 2 Prozent steigen. Es scheint also, als würde die Strategie der Hersteller, besonders teure Smartphones zu verkaufen, wirklich aufgehen. Auch das iPhone X verkauft sich besser als erwartet. Dementsprechend ist davon auszugehen, dass auch andere Hersteller bald dem Trend, den Apple und Samsung ins Leben gerufen haben, folgen und ihrerseits teure Premium-Smartphones entwickeln werden.


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