09.02.2018, 13:48 Uhr

Beziehungsglück Liebe auf den ersten Blick - Kitsch oder doch Realität?

(Foto: Flickr / J.K. Calif)(Foto: Flickr / J.K. Calif)

Ein Blick, eine Berührung - und schon hat sich die Welt um einen herum verändert. Obwohl die Menschen immer rationaler und aufgeklärter werden, glauben rund 63 Prozent aller Singles daran, dass es die Liebe auf den ersten Blick tatsächlich gibt. Ihre Symptome: Man fühlt sich wie berauscht, ist euphorisch und zeigt körperliche Reaktionen wie einen erhöhten Puls, verschwitzte Hände, weiche Knie und hat die berühmten „Schmetterlinge im Bauch“. Doch was ist dran am Mythos von der Liebe auf den ersten Blick? Wir fassen die wichtigsten Fakten zusammen.

Die Entscheidung fällt binnen Sekunden

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es die Liebe auf den ersten Blick tatsächlich gibt. Schon eine viertel Sekunde - das ist nicht mehr als ein Wimpernschlag - reicht demnach aus, damit sich ein Mensch in einen anderen verliebt. Doch welche Faktoren entscheiden überhaupt darüber, wann und in wen wir uns verlieben? Denn bewusst herbeiführen oder verhindern lässt sich diese Achterbahn der Gefühle nicht. Auch hierbei hilft die Forschung weiter: Es ist der berühmte erste Eindruck, der zählt - und der setzt sich aus äußerlicher Attraktivität und einem sympathischen Auftreten zusammen. Dementsprechend lohnt es sich für partnersuchende Singles, sich fürs erste Date ein bisschen zurechtzumachen. Schließlich ist das Äußere das erste, was wir an einem anderen Menschen wahrnehmen. Doch wie wirkt man möglichst attraktiv, ohne aufgebrezelt zu sein? Schließlich ist für den Sympathiefaktor auch Authentizität wichtig.

Für die Damen kann es sich lohnen, ein bisschen im Internet zu stöbern und sich von den aktuellen Styles inspirieren zu lassen. Mit einem puristischen, aber elegantem Cocktailkleid liegen sie immer richtig. Und in Onlineshops wie vangraaf.com findet Frau nicht nur unzählige Styling-Ideen, sondern kann das Outfit auch gleich kaufen, um es in Ruhe - Herzklopfen hat sie sowieso schon - zu Hause anzuprobieren. Sich schick zu machen, ist keinesfalls oberflächlich. Denn Menschen, die sich attraktiv fühlen, strahlen dies aus: Sie wirken entspannt, souverän, freundlich - kurz: auf sympathische Weise selbstbewusst. Und dass sich dieses Selbstbewusstsein positiv auf die „Erfolgsquote“ bei der Partnerwahl auswirken kann, zeigt eine Forsa-Studie, die von Coca-Cola in Auftrag gegeben wurde: Laut den Umfrageergebnissen finden rund 85 Prozent aller Männer selbstbewusste Frauen sexy.

Liebe ist kein Zufall

Wer sich nun blindlings in den Traummann oder die Traumfrau verguckt hat und überzeugt ist, dass das Schicksal sie beide zusammengeführt hat, den wird die wissenschaftliche Erklärung für die körperliche Anziehung wahrscheinlich enttäuschen. Die Liebe auf den ersten Blick wird nämlich zuallererst durch eine ähnliche Gesichtsstruktur ausgelöst. Eine britische Forscherin unterscheidet zwischen dem Harmonie-Typ, Echo-Paaren und dem Prima-Copula-Typ. Beim Harmonie-Typ reichen bereits kleinste Gemeinsamkeiten in den Gesichtszügen aus, um sich anziehend zu finden. Das kann der Augenbrauenbogen, die Form der Nasenflügel oder der Schwung der Lippen sein - wer sich wenigstens teilweise in den Gesichtszügen des anderen wiederfindet, verliebt sich schneller. Echo-Paare sind sich noch ähnlicher, bei ihnen stimmen ganze Bereiche des Gesichtes nahezu überein - was dazu führt, dass sie sich voneinander angezogen fühlen. Prima-Copula-Paare wiederum haben keine Ähnlichkeit miteinander, vielmehr verbinden sie die Optik des Partners oder der Partnerin mit einer Person aus dem vertrauten Umfeld, meistens der wichtigsten Person aus Kindheitstagen. Sei es eine Nase, die der des Vaters ähnelt; Augen, die an den Blick der Mutter erinnern; die gleiche Haarfarbe wie vom Geschwisterkind - solche positiven Assoziationen schaffen ein Gefühl von intimer Vertrautheit. Diese Menschen fühlen sich nicht nur schneller zueinander hingezogen, ihnen wird auch die größte Chance auf ein langfristiges Liebesglück als Paar prognostiziert. Wer also die Liebe auf den ersten Blick erleben möchte, sollte sich auf die Suche nach einem Partner oder einer Partnerin machen, die einem selbst oder einem Familienmitglied ähnelt.

Und was folgt danach?

Während es bei der Liebe auf den ersten Blick vor allem Äußerlichkeiten sind, die die Schmetterlinge im Bauch fliegen lassen, sieht es für die dauerhafte Liebe ganz anders aus. Für sie spielen Faktoren wie der Charakter, gemeinsame Zukunftspläne oder der Kinderwunsch eine Rolle. All das entscheidet darüber, ob sich aus der spontanen Verliebtheit echte Liebe entwickelt. Das Sprichwort „Liebe macht blind“ hat hier seinen Ursprung: Anfänglich sieht man alles durch eine rosarote Brille und blendet sämtliche „Nachteile“ des Partners aus. Verantwortlich dafür ist die vermehrte Ausschüttung der Glücksbotenstoffe Serotonin und Dopamin. Spätestens nach einem halben Jahr wird der Blick realistischer. Nun löst das Kuschelhormon Oxytocin die Glücksbotenstoffe ab und lässt einen die Beziehungsfähigkeit klarer erkennen. Ist nach dem Hormoncocktail im Gehirn immer noch ein Glücksgefühl vorhanden, kann aus der Liebe auf den ersten Blick

Bildrechte: (C) Flickr -42 / J.K. Calif / CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten