03.07.2020, 11:59 Uhr

Beamtenanwärter haben viele Optionen – eine Orientierungshilfe

Beamtenanwärter haben in Sachen Krankenversicherung durchaus die Wahl - doch was ist dabei zu beachten? Bildquelle: @ Tumisu / Pixabay.comBeamtenanwärter haben in Sachen Krankenversicherung durchaus die Wahl - doch was ist dabei zu beachten? Bildquelle: @ Tumisu / Pixabay.com

Für Beamtenanwärter steht nicht nur ein höchst interessantes und auch sicheres Berufsleben in Aussicht, auch rund um die Krankenversicherung gibt es etliche Optionen. Sollten sich Anwärter in der GKV versichern oder doch gleich den üblichen Weg über die PKV suchen? Gibt es einen einzigen Tarif in den privaten Versicherungen oder gibt es gar spezielle Anwärtertarife, die auf das noch geringere Gehalt reagieren? Dieser Artikel schaut sich an, was bei der Suche nach einer Versicherung zu beachten ist.

Günstige Krankenversicherung für Beamtenanwärter

Generell können sich Anwärter bereits in Richtung der privaten Krankenversicherung orientieren. Sie erhalten auch vor der eigentlichen Verbeamtung Beihilfe durch den Dienstherrn und müssen ebenso wie feste Beamte keine eigentliche Krankenversicherung abschließen, sondern die Versorgungslücke zwischen Beihilfe und Krankheitskosten schließen. Wichtig ist hier:

-Tarife vergleichen – es gibt viele Tarife für Beamtenanwärter in der PKV. Neben den gängigen Beamtentarifen bieten die Versicherer spezielle Tarife für Anwärter an. Diese sind günstiger und richten sich an Personen in Ausbildung.

-Inhalte beachten – eine gute Versicherung deckt die gesundheitlichen Bereiche besonders ab, die häufig Krankheiten oder Leistungen erfordern: Insbesondere der zahnmedizinische Bereich sollte in den PKV-Tarifen hoch angesetzt werden. Ob Chefarztbehandlungen oder Einbettzimmer für einen selbst wichtig sind, muss hingegen jeder für sich entscheiden.

-Übernahme – inwieweit werden einzelne Leistungen übernommen? Es gibt durchaus Tarife, in denen die Kostenübernahme bei einzelnen Leistungen nicht vollständig ist, sodass der Versicherte doch einen Kostenteil tragen muss. Solche verringerten Übernahmen können jedoch nachversichert werden.

Um Kosten zu sparen, ist der Vergleich der Tarife notwendig. Unter https://www.krankenversicherung.net/beamtenanwaerter lassen sich weitere Informationen rund um entsprechende Policen finden. Doch sollten Beamtenanwärter auch so schnell wie möglich die Versicherung abschließen, denn in jungen Jahren ist die Gefahr von Risikozuschlägen oder Ausschlüssen aufgrund von Vorerkrankungen, die bei der Gesundheitsprüfung ans Licht kommen, geringer. Ein weiterer Grund für den zügigen Versicherungsabschluss ist das eigene Alter: Anwärtertarife sind oft mit einem Höchstalter versehen, welches sich je nach Versicherer unterscheidet.

Was bieten die einzelnen Tarife für Beamtenanwärter?

Der Tarifvergleich offenbart meist eines: Viele private Krankenversicherungen bieten auch Anwärtern unterschiedliche Tarife, die sich vom Umfang her unterscheiden. So sind Leistungen im ambulanten und stationären Bereich immer enthalten. Dasselbe gilt für die Chefarztbehandlung oder die stationäre Behandlung über dem Höchstsatz. Die Besonderheiten der Tarife kommen in den weiteren Leistungen:

-Arzneimittel - sie werden bis zu einem Rechnungsbetrag vom 1.000 Euro im Jahr zu 80 Prozent übernommen, erst danach folgt die Komplettübernahme, wobei ein Eigenanteil anfallen kann. Der Premiumtarif bietet sogleich die 100%ige Übernahme.

-Sehhilfen - zusätzlich abhängig vom Beihilfesatz werden mal 300 Euro alle drei Jahre bezahlt, mal 1.000 Euro in zwei Jahren.

-Psychotherapie - auch hier ist die Übernahme der Kosten unterschiedlich und je nach Tarif muss der Versicherte einen Teil der Kosten selbst tragen.

Generell ist es notwendig, einen Vergleich durchzuführen und echte Angebote einzuholen. Da der Beihilfesatz je nach Bundesland und Anwartschaft variiert, sind nur so die günstigsten und besten Tarife zu finden.

Warum ist die GKV eher unsinnig?

Aus finanzieller Hinsicht ist die GKV für Beamte und Beamtenanwärter eher negativ und teuer. Während bei der PKV durch die Beihilfe nur eine Restversicherung benötigt wird, müssten Anwärter in der GKV höhere Kosten tragen, da es hier keine gesonderten Beamtentarife gibt, die die Beihilfe einbeziehen. Die monatliche Versicherungsgebühr würde ganz normal vom Einkommen berechnet werden - und dies zumeist zu einhundert Prozent. Die Angestelltenregelung, bei der der Arbeitgeber die hälftigen Beitragskosten trägt, existiert bei Beamten nicht.

Eine Ausnahme bildet das Bundesland Hamburg: Einmalig können sich Beamte zwischen der Beihilfe und der Beitragspauschale für die GKV entscheiden.

Fazit - private Krankenversicherung sinnvoll

Für Auszubildende im Rahmen der Beamtenlaufbahn, Anwärter und Beamte auf Probe ist die PKV die sinnvolle Option. Durch die Beihilfe des Dienstherrn und der einzig notwendigen Restversicherung kommen niedrige Beiträge zusammen. Zugleich müssen sich Beamte zumindest heute noch nicht um die Versicherungskosten im Alter sorgen. Da der Beihilfesatz bei der Pensionierung steigt und die Pension allgemein hoch ist, kommt es höchst selten zu Engpässen im Alter.


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