21.12.2020, 11:37 Uhr

Kontoführung wird teurer – Was Geschäftskunden jetzt beachten sollten

Foto: https://www.pexels.com/de-de/foto/internet-hauptstadt-vintage-mockup-4584836/Foto: https://www.pexels.com/de-de/foto/internet-hauptstadt-vintage-mockup-4584836/

Egal ob Unternehmer oder Freiberufler, ob geringfügige Selbstständigkeit oder Mittelstand – eines haben all diese Geschäftsentwürfe gemein, nämlich den Wunsch nach Wirtschaftlichkeit. Dass dabei nicht nur Großbeträge eine Rolle spielen, sondern auch kleine Summen, getreu dem Motto, „steter Tropfen höhlt den Stein“, liegt auf der Hand. Aus diesem Grund stößt es zahlreichen Gründern momentan sauer auf, dass Kreditinstitute im Begriff sind, die Kontoführungsgebühren anzuheben – und das nicht zu knapp.

Während die Deutsche Bank eine Kostenanpassung von rund 20% ankündigt, liegen die Preissteigerungen bei anderen Banken teilweise sogar deutlich höher. Schon in den letzten Jahren konnte man einen Trend unter den Bankkunden wahrnehmen: Immer mehr Gründer von Startups sowie Freiberufler haben den deutschen Kreditinstituten den Rücken zugewandt – oftmals in Richtung Fintech Kontos, die in der Basis-Variante oft kostenlos sind. Wer auf Geschaeftskonten24 ein wenig mitliest, ahnt schon: Dieser Trend wird in den kommenden Monaten wohl einen starken Boom erleben.

Girokonto zum Nulltarif? Vergleichen lohnt sich

Ein Business Konto unterscheidet sich nur in wenigen Punkten von einem privaten Girokonto. Lediglich die Richtlinien zum Verbraucherschutz und maßgeschneiderte Service Funktionen machen das Geschäftskonto zu einem absoluten Must-Have für Gründer. Wer ein eigenes Konto für sein Business eröffnet, sollte aber schon alleine aus Gründen der buchhalterischen Übersicht auf ein Geschäftskonto zurückgreifen. Juristische Personen, also beispielsweise GmbHs oder AGs, allerdings haben gar keine Wahl, denn ein Privatkonto kann nur von natürlichen, nicht aber von juristischen Personen geführt werden.

Doch auch das Ausweichen auf ein Privatkonto kann Unternehmer derzeit nicht vor einer Preissteigerung bewahren, denn auch private Girokonten werden teurer. Die Differenz ist dabei im Schnitt ebenso beträchtlich wie bei den Business Konten.

Wer mit der Preiserhöhung der Banken nicht einverstanden ist, kann jederzeit wechseln und auf ein kostenloses Konto zurückgreifen. Besonders die Fintechs stehen derzeit hoch im Kurs. Waren sie bis vor einiger Zeit eher das Mittel der Wahl der sogenannten Digitalen Nomaden - also der Freiberufler, die ortsunabhängig, oft vom Ausland aus arbeiten -, fällt die Wahl heute flächendeckend immer öfter auf die modernen Kreditinstitute. Vor dem Kontenwechsel sollten Geschäfts- sowie auch Privatkunden aber immer darauf achten, welche Services und gegebenenfalls auch Voraussetzungen oder Einschränkungen ein kostenloses Bankkonto mit sich bringt.

Bank ohne Gebühren – der Geschäftskonto Vergleich

Man kann Konten nicht pauschal miteinander vergleichen. Das Wichtigste ist, dass das jeweilige Konto perfekt zum Kunden passt. So gibt es sogar Banken, die spezielle Kontotypen nur für Selbstständige aus bestimmten Branchen oder nur für Freiberufler anbieten. Diese Business Konten beinhalten dann in der Regel alle Services, die für eine ganz bestimmte Zielgruppe wichtig sind. Ein kostenloses Geschäftskonto lohnt sich im besten Fall also doppelt für den Bankkunden, denn dieser spart damit einerseits bares Geld und hat andererseits genau das, was er benötigt.

Fintechs – Banken ohne Kontogebühren?

Fintechs erfreuen sich seit ein paar Jahren großer Beliebtheit. Doch wieso vertrauen so viele Unternehmer diesen neuen, digitalen und aufstrebenden Banken immer lieber ihr Kapital an? Und wieso können es sich diese teils kleinen Kreditinstitute leisten, keine oder nur sehr geringe Kontoführungsgebühren zu erheben, während etablierte Großbanken aktuell wieder deren Erhöhung ankündigen?

Gerade die Tatsache, dass die meisten Fintechs noch sehr jung und klein sind, scheint es zu sein, was Gründer so sehr reizt. Fintechs gelten nämlich gemeinhin als hip, flexibel und digital. So treffen sie den Nerv vieler Startup Gründer und junger Freelancer. Die zunehmende Digitalisierung im Bankwesen lässt sich in kleinen Kreditinstituten einfach auch leichter umsetzen als in großen, schwerfälligen Altbanken. Gerade diese Digitalisierung der Fintechs ist es auch, was dazu führt, dass man häufig ein Geschäftskonto eröffnen kann, auf welches keine Kontoführungsgebühren erhoben werden: Dadurch dass der Bank meist keine Kosten für Personal vor Ort, Filialen oder Bürobedarf entstehen, sind die Ausgaben überschaubar – eine Einsparung, die viele Fintechs fair an ihre Kunden weitergeben.

Die Suche nach dem perfekten Kreditinstitut sollte immer ein Abwägen von Kosten und Leistungen sein. Auch kostenlose Konten können im Geschäftskonto Vergleich absolut überzeugen – vor Vertragsabschluss sollte der Bankkunde aber sämtliche Leistungen und eventuelle Kosten ganz offen erfragen.

Quelle: https://www.pexels.com/de-de/foto/internet-hauptstadt-vintage-mockup-4584836/


0 Kommentare