25.11.2020, 14:20 Uhr

Bauhof Ergolding Winterdienst – rund um die Uhr im Einsatz für die Fahrbahnen

Sie stehen in den Startlöchern: Das Team vom Bauhof Ergolding.  Foto: ErgoldingSie stehen in den Startlöchern: Das Team vom Bauhof Ergolding. Foto: Ergolding

Bürgermeister Andreas Strauß ist stolz auf sein Team vom Bauhof.

Ergolding. Die Bauhofmitarbeiter des Marktes Ergolding sind für die Wintermonate gewappnet. Ihre Schneeräumfahrzeuge sind gewartet, ausreichend Salz und Splitt liegen bereit.

Bei Schneefall ist das mindestens sechsköpfige Team täglich unterwegs, um den Verkehrsteilnehmern sichere Straßen zu ermöglichen. Für die Mitarbeiter des Winterdienstes ist der Alltag mit Schnee und Eis eine anstrengende Zeit. Morgens ab 3 Uhr früh geht es raus in die Kälte: Ab dann werden Strecken abgefahren, geräumt und gestreut, anschließend Temperatur, Niederschläge und Arbeit dokumentiert, an den Fahrzeugen Wartungsarbeiten vorgenommen – witterungsbedingt am Abend ab 18 Uhr derselbe Ablauf, sieben Tage in der Woche.

Aufgeteilt in verschiedene Bezirke arbeiten die Mitarbeiter auf Rufbereitschaft, auch an Sonn- und Feiertagen, also fast ein Rund-um-die-Uhr-Job. Dabei sind sie mit unterschiedlichen Fahrzeugen – vom kleinen Traktor bis zum großen LKW – unterwegs. Jeder Fahrer kennt in seinem Einsatzbezirk die wichtigsten Gefahrenpunkte, weiß um unübersichtliche Kurven, Kreuzungen oder Brücken, die er der Reihe nach abfährt.

Vielbefahrene Strecken, etwa von Schulbuslinien und Hauptverkehrsadern, genießen Vorrang gegenüber Wohnsiedlungen. Auch Steigungen werden priorisiert angefahren. Dabei gleicht Straßenräumen oft einem Hindernislauf: Parkende Autos, dauerabgestellte Anhänger und überhängende Sträucher erschweren den Weg. Das ist nicht nur zeitaufwendig, sondern erfordert auch höchste Konzentration der Fahrer. Schließlich haben sie nicht nur das Fahrzeug zu lenken, sie müssen zugleich auch das Räumschild und die Streueinrichtung bedienen – je nach akuter Situation agieren.

Bei dieser Aufgabe entstehen regelmäßig Konflikte – und es hagelt Kritik. „Der Räumdienst kann nicht alles auf einmal frei räumen“, weiß Helmut Pfefferle, der selbst „Schneeräumer“ ist: „Es landet immer wieder Schnee auf den Bürgersteigen und vor den Einfahrten. Und bei starkem Schneefall liegt schon wieder Schnee auf der bereits vor drei bis vier Stunden frisch geräumten Straße.“

Beschwerden trudeln dann im Rathaus ein. Bürgermeister Andreas Strauß ist trotzdem stolz auf sein Team: „Dieser Aufgabe stellen sie sich mit zum Teil jahrzehntelanger Erfahrung“, sagt Strauß. „Ich bedanke mich bei meinen Bauhofmitarbeitern für ihren fleißigen Einsatz und ihre gewissenhafte Arbeit. Ich bin stolz darauf, was sie in kurzer Zeit leisten.“ Er hoffe auch auf Verständnis der Bürger, wenn’s mal etwas länger dauert. „Unser Winterdienst, Eigenverantwortung und angepasstes Verhalten aller Verkehrsteilnehmer ist das Mittel, das auch in den Wintermonaten alle sicher von A nach B gelangen lässt“.

Übrigens: Auch Grundstückseigentümer müssen räumen (lassen). Die öffentlichen Bereiche entlang ihrer Grundstücksgrenze müssen geräumt und gestreut sein. Grundsätzlich müssen diese Arbeiten mit Beginn des Hauptberufsverkehrs bereits erledigt sein. Sonn- und feiertags muss der Winterdienst von 8 bis 20 Uhr ausgeführt werden.


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