23.11.2020, 09:54 Uhr

Die private Krankenversicherung – warum eigentlich?

Die Kosten für wichtige Medikamente möchte man ungern vollständig alleine übernehmen.Die Kosten für wichtige Medikamente möchte man ungern vollständig alleine übernehmen.

Bei der privaten Krankenversicherung fallen den allermeisten zwei Faktoren ein, die oftmals repräsentativ für diese Art der Versicherungen herhalten.

Wer sich womöglich ab und an auch mit Themen wie Gesundheit, Versicherung und Co. über das Medium seiner Wahl informiert, der dürfte wohl auch bereits auf die Frage gestoßen sein, welche Art der Versicherung für einen selbst überhaupt am ehesten geeignet ist. Speziell als Kunde einer gesetzlichen Krankenversicherung stellt sich der Wechsel zur privaten Krankenversicherung als keine unüberbrückbare Barriere heraus. Auch andersherum ist es möglich, aber stückweise mit etwas mehr Strapazen verbunden.

Bei der privaten Krankenversicherung fallen den allermeisten zwei Faktoren ein, die oftmals repräsentativ für diese Art der Versicherungen herhalten. Einmal, dass es grundsätzlich mehr kostet als gesetzliche Krankenversicherungen und dann noch der Punkt, dass Kunden von privaten Krankenversicherungen beim Arzt vorgezogen werden und deshalb oftmals in kürzerer Zeit ihre gewünschte Behandlung erhalten. Nicht zuletzt aufgrund des letzteren dieser beiden Argumente wechseln viele zur privaten Krankenversicherung oder informieren sich zumindest darüber.

Relativ wichtig ist hierbei zu beachten, dass eine private Krankenversicherung nicht ganz grundsätzlich sehr viel teurer auf die Geldbörse schlägt im Vergleich zu den typischen gesetzlichen Krankversicherungen, auch wenn sicherlich die Tendenz dazu neigt. Vielmehr kommt es dabei allerdings auf unterschiedliche Stellschrauben an, die beispielsweise je nach Alter und derzeitiger Lebenssituation für unterschiedlich hohe Beitragszahlungen sorgen können.

Im Übrigen existieren beispielsweise für Beamte noch einmal besondere Regelungen, was sich stückweise in individuellen Konditionen widerspiegeln kann. Auch Ärzte erfahren eine ähnliche Behandlung. Berufsgruppen dieser Art sollten sich also womöglich einmal besonders mit dieser Thematik auseinandersetzen, wenn nicht bereits die private Krankenversicherung in der Vergangenheit gewählt worden ist. Doch selbst dann dürfte es sich als interessant herausstellen, erneut die Augen offen zu halten, ob die damaligen Vorteile gegenüber den anderen alternativen Anbietern von privaten Krankenversicherungen noch immer vorhanden sind, oder ob sich etwaige neue Konkurrenten mit anderen Konditionen aufgetan haben. Der kontinuierliche Vergleich kann sich in mancherlei Fällen nämlich bezahlt machen.

Darauf kommt es an bei den potenziellen Kosten

Wovon hängen Private Krankenversicherung-Kosten denn jetzt ab? Grundsätzlich lassen sich hierbei unterschiedliche Faktoren aufzählen.

Zum einen führt das Alter zu einer jeweiligen Veränderung der Beitragszahlungen. Umso jünger man bei dem jeweiligen Vertragsabschluss ist, desto niedriger fallen auch die eingehenden Beitragszahlungen aus. Das ergibt grundsätzlich auch Sinn, denn bei jüngeren Personen ist das Risiko geringer, dass diese des Öfteren einen Arzt aufsuchen müssen und sich mit verschiedenen Medikamenten einzudecken haben – zumindest laut Annahme.

Die Vorerkrankungen spielen eine weitere wichtige Rolle, wenn es darum geht, sich nähere Gedanken über die potenziellen Beitragszahlungen zu machen. Damit einhergehend müssen bei privaten Krankenversicherungen für gewöhnlich gewisse Gesundheitsprüfungen durchgeführt werden. Werden etwaige Risiken bei diesem Test festgestellt, können infolgedessen Risikozuschläge verlangt werden.

Ebenfalls abhängig ist es davon, was der jeweilige Kunde für bestimmte Leistungen wünscht. Oftmals ist hierbei die Rede eines „Baukastenprinzips“, nach welchem aufgestellt werden kann, welche jeweiligen Leistungen in Anspruch genommen werden sollen. Beispielsweise kann im Zuge dessen verlangt werden, dass Besuche beim Psychotherapeuten kostenmäßig vollständig von der Versicherung übernommen werden sollen. Das würde folglich zu höheren Beitragszahlungen führen.

Auch die Berufsgruppe spielt eine entscheidende Rolle, wie es im vorherigen Teil bereits angeschnitten worden ist. So erhalten Beamte beispielsweise Beihilfen, was nicht zu unterschätzen ist. Sollte man sich somit selbst in der Rolle eines Beamten wiederfinden, ist es unter anderem deshalb tatsächlich stark anzuraten, sich näher mit potenziellen privaten Krankenversicherungen auseinanderzusetzen.

Ansonsten spielt ebenfalls die Höhe der Selbstbeteiligung eine Rolle bei den zu erhebenden Beitragszahlungen. Bei höheren Selbstbeteiligungen, sinkt der Beitrag für die private Krankenversicherung. Erst ab dem Übertritt einer bestimmten Kostengrenze, beispielsweise im Zuge eines größeren Eingriffs, würde dann die private Krankenversicherung helfen einspringen und die überschüssigen Kosten übernehmen.

Qual der Wahl

Sollte die grundlegende Entscheidung gefallen sein, sich mit einer privaten Krankenversicherung ausstatten zu wollen, ist die nächste Aufgabe, sich einen konkreten Anbieter auszusuchen. Das Angebot an Anbietern ist zu bewältigen, aber erfordert doch etwas Durchhaltevermögen, wenn man sich tatsächlich intensiv damit beschäftigen müssen, was jeder von ihnen vorzuweisen hat.

Im Idealfall sucht man sich einen passenden Partner, der bei der Vorauswahl der Anbieter mittels einzustellender Filterfunktionen bei der Suche helfen kann. Ein solches Vorgehen kann bereits viel Zeit sparen, indem wichtige Informationen auf einen Schlag aufgezeigt werden. Im besten Fall lässt sich sogar eine Funktion finden, bei der nur noch die eigenen Umstände anzugeben sind und auf Basis dessen eine passende Krankenversicherungsempfehlung ausgegeben wird.

Bildquelle: milcamu via pixabay.com


0 Kommentare