29.09.2020, 10:03 Uhr

Berufseinsteiger-Barometer zeigt: Die junge Erwerbsgeneration sieht optimistisch in die Zukunft – trotz Corona

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Viele junge Arbeitnehmer, die gerade ins Berufsleben einsteigen, sind positiv gestimmt. Lediglich beim Einkommen und beim Wohnen drückt den jungen Kollegen der Schuh. Das zeigt eine aktuelle Studie.

Fast die Hälfte der Befragten fühlt sich von der Krise nicht betroffen

Die Folgen der Pandemie scheinen die Stimmung von Berufsanfängern nicht sonderlich zu beeinträchtigen: 48 Prozent von ihnen sind der Meinung, dass die Corona-Krise keinen Einfluss auf ihren Einstieg in den Job hat. Nur jeder Zehnte befürchtet, in den nächsten Jahren keine Anstellung zu finden.

Das zeigt eine repräsentative Studie, die von der tecis Finanzdienstleistungen AG ins Leben gerufen und vom Meinungsforschungsinstitut YouGov online durchgeführt wurde. Für das Berufseinsteiger-Barometer der tecis wurden über 1.000 Berufsanfänger befragt, die entweder kurz vor ihrem Abschluss stehen oder nicht länger als zwei Jahre in ihrem Job tätig sind. Die Studie fand erstmals statt und soll jährlich wiederholt werden.

Im Rahmen des Berufseinsteiger-Barometers wurde auch ein sogenannter Zukunftszufriedenheits-Index ermittelt. Er zeigt ebenfalls, dass die junge Erwerbsgeneration trotz der Corona-Auswirkungen optimistisch bleibt: Der Index erreicht 74 von 100 möglichen Punkten.

Viele sind in finanzieller Hinsicht unzufrieden

Sorgen scheinen sich viele Berufsanfänger vor allem ums Geld zu machen: Nur 16 Prozent geben in der tecis-Studie an, mit ihrem Einkommen einigermaßen zufrieden zu sein. Dabei sorgen viele nicht oder nicht ausreichend für später vor.

Von denen, die etwas auf die hohe Kante legen, nutzen 28 Prozent das Sparbuch. 17 Prozent zahlen bereits in eine private Rentenversicherung ein, und 13 Prozent investieren einen Teil ihres Nettogehalts in Aktien.

Die Work-Life-Balance wird zur klaren Anforderung an Arbeitgeber

Beim Fragenkomplex zu Beruf und Karriere wird klar, das New Work für junge Arbeitnehmer nicht nur eine Floskel ist: Für 48 Prozent von ihnen ist eine ausgewogene Work-Life-Balance wichtig. Hinzu kommt der Wunsch nach Harmonie im Team: Fast ebenso viele der Befragten (47 Prozent) wünschen sich eine freundliche Atmosphäre im Arbeitsumfeld. Ein attraktives Gehalt steht als Wunsch mit 34 Prozent erst an dritter Stelle, flache Hierarchien sind nur für sechs Prozent der Berufseinsteiger ein wichtiger Punkt.

Verbesserungswürdige Wohnsituation

Beim Thema Wohnen ist ein klarer Trend erkennbar: Mit 35 Prozent sind nur etwa ein Drittel der Befragten mit ihrem Zuhause zufrieden – die Mehrheit ist es nicht. Ein guter Grund könnte sein, dass 42 Prozent von ihnen noch bei ihren Eltern oder in einer WG leben. 35 Prozent der Berufsanfänger haben dort weniger als 50 Quadratmeter zur Verfügung.

Wichtigste Freizeitbeschäftigung ist der Austausch mit Familie und Freunden

Die tecis-Studie zeigt auch, dass die Berufsanfänger auch privat großen Wert auf ein funktionierendes soziales Umfeld legen. So sind 51 Prozent von ihnen mit der Lebenssituation ihrer Verwandten und Bekannten zufrieden. 57 Prozent der Berufsstarter nutzen ihre Freizeit in erster Linie für persönliche Kontakte mit Freunden. 47 Prozent sehen bevorzugt Streaming-Angebote oder das TV-Programm. Sportliche Aktivitäten stehen mit 35 Prozent an dritter Stelle der genannten Freizeitaktivitäten.

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