27.07.2020, 13:13 Uhr

Hilfreiche Tipps für eine gesunde Blase

Foto: silviarita on PixabayFoto: silviarita on Pixabay

Obwohl die Blase eine der wichtigsten Aufgaben im menschlichen Körper hat, wird ihr nicht besonders viel Beachtung geschenkt. Dabei leistet das dehnbare Organ täglich große Arbeit: Bis zu 500 Milliliter Flüssigkeit kann sie bei einem Erwachsenen speichern.

Dass die Blase überhaupt existiert, merken die meisten Menschen erst, wenn sie gefüllt ist. Auch bei einer Entzündung oder Blasenschwäche macht sie sich bemerkbar. Wie die Blasengesundheit aktiv gefördert werden kann, steht hier.

Da sich in der Blase Keime ansiedeln können, ist es ratsam, täglich ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. So wird das Organ gut durchgespült und das Risiko von Blasenentzündungen und Harnsteinen kann um einiges verringert werden. Am gesündesten sind stilles Wasser und ungesüßte Tees, da Kohlensäure und zuckerhaltige Getränke eine bereits sensible Blase reizen können. Die Menge der Flüssigkeit hängt dabei vom jeweiligen Körpergewicht ab. In der Regel empfehlen Ärzte und Nahrungsexperten eine Trinkmenge von 1,5 bis 2 Litern pro Tag.

Jeder, der schon einmal eine Blasenentzündung hatte, weiß, wie unangenehm diese sein kann. Gerade Frauen sind aufgrund ihrer Anatomie häufiger von dem Bakterienbefall betroffen. Vorbeugend wirken Cranberries in Form von konzentrierten Säften. Sie enthalten Stoffe, die es Keimen schwerer macht, in der Blase zu haften. Auch Zitrusfrüchte können die Gesundheit der Blase unterstützen. Zum einen sind sie harntreibend und können so den Blasenmuskel trainieren. Zum anderen unterstützt das enthaltene Vitamin C den Körper bei der Keimabwehr.

Die zwei Schließmuskeln, die im Bereich der Harnröhrenmündung einen ungewollten Harnaustritt verhindern, kann man gezielt trainieren. Gerade Menschen, die eine sensible Blase haben und sich um einen sicheren Verschluss Gedanken machen, können davon profitieren. Für aktive Menschen, die bereits eine Blasenschwäche haben und nicht auf Bewegung verzichten wollen, eignen sich bestimmte Sportarten wie Wandern und Walken besonders gut. Für noch mehr Sicherheit und Schutz sorgen spezielle Einlagen, die mittlerweile sogar die Geruchsentwicklung verhindern.

Manchmal kommt es doch zu einer akuten Blasenentzündung, die sofort behandelt werden muss. Werden die ersten Symptome nämlich ignoriert, kann die Entzündung bis in die Nieren aufsteigen. Verschreibt der behandelnde Arzt Antibiotika, ist zudem auf die richtige Einnahme zu achten. Zudem gilt es, viel Wasser zu trinken, damit die Keime aus dem Körper gespült werden. Auch Wärme kann die Symptome lindern: Zu empfehlen sind Heizdecken, warme Bäder oder Kirschenkernkissen, die im Backofen oder in der Mikrowelle aufgewärmt werden können.

Damit es gar nicht erst zu einer Blasenentzündung kommt, ist stets auf gute Hygiene zu achten. Nur so können keine unerbetenen Gäste in die Harnröhre bis in die Blase oder Nieren gelangen. Am besten greift man zu einer pH-neutralen Seife, da herkömmliche Produkte unter Umständen die natürliche Schutzfunktion der Haut zerstören. Um die Bakterienbildung zu verlangsamen, sollte man synthetische Fasern meiden und Unterwäsche aus reiner Baumwolle tragen, die bei mindestens 60 Grad gewaschen werden kann.

Foto Quelle: silviarita on Pixabay


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