07.05.2020, 16:09 Uhr

Corona in der Region Schritt für Schritt zurück zur Normalität

Das Landratsamt in Landshut. Foto: SchmidDas Landratsamt in Landshut. Foto: Schmid

Nach mehreren Wochen Corona-bedingter „Zwangspause“ öffnen das Landratsamt und seine Außenstellen ab Montag wieder zu den üblichen Zeiten seine Pforten für den Besucherverkehr.

Landshut. Zwar waren während dieser Zeit die Mitarbeiter des Landratsamtes weiter im Dienst und telefonisch bzw. per Mail erreichbar, doch ein persönliches Gespräch war nur nach Terminvereinbarung möglich. Deshalb ist damit zu rechnen, dass besonders in den ersten Tagen deutlich mehr Bürgerinnen und Bürger als sonst ins Landratsamt kommen werden. So haben sich die Verantwortlichen Gedanken gemacht, wie die Besucherströme besser gelenkt und kanalisiert werden können – auch im Hinblick auf die Einhaltung von Hygienevorschriften, Abstandsregelungen und nicht zuletzt zur Reduzierung von Wartezeiten. Jeder Besucher ist verpflichtet einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, in Ausnahmefällen können alternativ ein Schal oder ein Tuch Mund und Nase bedecken, um die Tröpfcheninfektion vermindern zu können. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden beim Umgang mit dem Besucher eine Schutzmaske tragen. Desinfektionsspender stehen zur Verfügung. Dies gilt natürlich auch für das Landratsamt II im Sonnenring in Altdorf. Für die Zulassungsstellen ergeben sich vorerst keine Änderungen.

Um die Abstände zu wahren, wurden im Boden des Foyers Abstandsmarkierungen angebracht. Auch wird der Sicherheitsdienst personell aufgestockt, um die Besucherströme nach den jeweiligen Anliegen bereits frühzeitig richtig lenken zu können.

Da vor allem im Ausländeramt mit besonders viel Andrang gerechnet wird, wird das Landratsamt hier mit einem gesonderten System arbeiten: Eine Mitarbeiterin teilt bereits im Foyer auf, mit welchem Anliegen ein Besucher ins Landratsamt kommt. Mithilfe eines Farbsystems wird er direkt an die zuständige Stelle verwiesen – sei es beispielsweise die Einbürgerung, Anträge auf Erwerbstätigkeit oder die Verlängerung der Duldung des Aufenthalts. Die Farbkarten werden je nach Kapazität vergeben, um Kontakte innerhalb der Gänge zu vermeiden.

Doch nicht nur im Ausländeramt, auch in allen anderen Bereichen sind die Bürgerinnen und Bürger verpflichtet, stets einen Mindestabstand zu halten, wenn es zu Wartezeiten kommen sollte. Landrat Peter Dreier bittet um Geduld und um Verständnis für diese besonderen Sicherheitsvorgaben: „Wir dürfen jetzt nicht diese Fortschritte gefährden und müssen unbedingt weiter an die strikten Hygiene- und Abstandsregelungen festhalten. Deshalb bitte ich um Verständnis, dass es womöglich zu etwas längeren Wartezeiten kommen kann.“

Aufgrund der weiter bestehenden Infektionsgefahr werden die Bürgerinnen und Bürger aber gebeten, ausschließlich dringliche Behördengänge zu erledigen. Denn viele Anliegen können auch per Telefon, E-Mail oder Post abgewickelt werden.

Trotz der durch das Corona-Virus unabdingbaren mehrwöchigen „Abriegelung“ des Landratsamtes war es intern alles andere als still, erklärt Dreier. Denn nicht nur das Gesundheitsamt ist seit Wochen in enormen Maße gefordert: Viele Mitarbeiter waren und sind weiterhin in der Führungsgruppe Katastrophenschutz aktiv, zusätzlich zu ihren eigentlichen Arbeitsbereichen, die inhaltlich größtenteils unverändert weitergelaufen sind. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in den vergangenen Wochen die Mehrfachbelastung hervorragend gestemmt. Deshalb werden wir jetzt auch wieder alles versuchen, die Öffnung des Landratsamtes für unsere Besucher möglichst reibungslos zu gestalten.“


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