06.05.2020, 09:59 Uhr

Cannabisöl und CBD Öl Was ist der Unterschied zwischen Hanföl und CBD Öl?


CBD ist mittlerweile sowohl im privaten als auch im medizinischen Sektor ein bekannter und geläufiger Name. Es gibt schon hunderte von Produkten, bei denen es zum Teil schwierig sein kann, die Unterschiede zu verstehen.

Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Öle

CBD Öl und Hanföl werden beide aus der Hanfpflanze gewonnen und haben jeweils viele gesundheitlichen Vorteile. Der Unterschied ist dabei jedoch, dass CBD Öl im medizinischen Bereich eingesetzt wird. Gewöhnliches Hanföl kommt aber hauptsächlich in der Küche zum Einsatz, als ein leckeres Salatöl, oder als ein Trägeröl in CBD-Präparaten.

Die Öle unterscheiden sich deshalb so stark, weil sie aus unterschiedlichen Teilen der Pflanze gewonnen werden. CBD wird aus den Blüten und Blättern der Pflanze gewonnen, in denen alle wichtigen Cannabinoide sind. Hanföl dagegen aus den Samen, in denen Cannabinoide nur in Spuren enthalten sind.

Hier ist noch zu erwähnen, dass CBD Öle eigentlich Präparate aus CBD-Extrakt und einem Trägeröl sind. Ein CBD Öl kann also auch ein Hanföl sein, dem CBD hinzugefügt wurde. Das erkennen Sie am besten an den Inhaltsstoffen.

Der Hauptunterschied liegt bei den Ölen also in ihrer chemischen Zusammensetzung: CBD Öl enthält einen hohen Anteil an Cannabidiol, einem Wirkstoff, der zur Linderung verschiedener Erkrankungen verwendet wird. Ein gewöhnliches Hanföl enthält dagegen kaum Cannabinoide. Es enthält lediglich Nährstoffe wie Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren.

Bei beiden Ölen liegt der THC-Anteil bei weniger als 0,2 Prozent. Deshalb können wir sie ganz legal im Geschäft kaufen oder online bestellen. Ebenso haben Untersuchungen gezeigt, dass CBD einigen negativen Auswirkungen von THC sogar entgegenwirkt.

Das gewisse Etwas im Öl

Hanföl ist zwar ein hochwertiges Öl, es wird aber keine Linderung von chronischen Schmerzen wie zum Beispiel bei Rheuma und Arthrose verursachen. Nur bei CBD Öl konnte nachgewiesen werden, dass es bei langfristiger, regelmäßiger Einnahme Schmerzen reduziert.

Ebenso können die Cannabinoiden im CBD Öl Entzündungen, wie bei Akne oder Psoriasis, lindern. Auch Menschen, die unter Depressionen oder Angststörungen leiden, können durch CBD Tropfen Verbesserungen bemerken. Die Tropfen wirken nämlich effektiv belebend und stimmungsaufhellend.

Auch wenn Sie an Stress und Schlafstörungen leiden, wird CBD die richtige Wahl für Sie sein. Cannabinoide können das Stressempfinden senken und entspannend wirken. Sie regulieren den Appetit und können auch gegen Übergewicht eingesetzt werden.

Hanf: Anbau und Herstellung

Es gibt europaweit circa 80 Nutzhanfsorten welche für den Markt zugelassen sind. Dabei darf für den Anbau nur zertifiziertes Saatgut verwendet werden. Ebenso muss bei der Aussaat sichergestellt und nachgewiesen werden, dass der THC-Anteil im CBD Öl die 0,2% nicht überschreitet.

Für die Produktion von CBD wird der Wirkstoff aus den Blüten und Blättern der Hanfpflanzen extrahiert und mit einem Trägeröl, wie zum Beispiel Olivenöl oder Hanfsamenöl versetzt. Den wertvollsten Teil stellt die Blüte da.

Die Blüten sind mit winzig kleinen Drüsen versehen, auch Trichome genannt. Diese Strukturen scheiden die Cannabinoide und Terpene aus. Obwohl wir Menschen andere Wirkungen für sie gefunden haben, sind Trichome eigentlich dafür verantwortlich die Pflanzen vor Schädlingen und hohen Temperaturen zu schützen.

Die Extraktion erfolgt mittels CO2-Extraktion. Unter hohem Druck werden die Cannabinoide aus den Hanfpflanzen gelöst, woraufhin der Druck wieder gesenkt wird. Dabei gibt das CO2 die Wirkstoffe frei. Im nächsten Schritt werden die Inhaltsstoffe aktiviert. Dies muss geschehen, damit sie eine Wirkung auf den Körper der Patienten haben. Hierfür werden sie nun auf ca. 130 Grad Celsius erhitzt. Bei diesem Verfahren werden andere Inhaltsstoffe in CBD umgewandelt.

Es gibt auch die Alkoholextraktion, bei der die Cannabinoide durch eine hochprozentige alkoholische Lösung aus der Pflanze herausgezogen werden. Jedoch werden hier auch andere, wichtige Moleküle und Bestandteile zerstört. Aus diesem Grund ist die Alkoholextraktion eine eher unbeliebte Methode.

Hanföl besteht zu über 30 Prozent aus Fetten und wird aus den Samen der Hanfpflanzen hergestellt. Gewonnen wird es durch Kaltpressung. Diese Methode wird angewendet, weil diese Pflanzen aufgrund des geringen Anteiles an THC eine massive Samenproduktion und stabile Fasern besitzen.

Ist Hanföl gesund?

Das Hasamennföl kann verschiedene Farbtöne haben, von einem satten grün bis hin zu brauner Farbe. Verantwortlich dafür ist das Chlorophyll der ungeschälten Samen. Der Geschmack dieses Öls ist bitter und nussig. Das Öl gilt auch als ausgezeichnetes Speiseöl, da es reich an essentiellen Fettsäuren ist.

Es gilt als ideale Energiequelle, denn es ist reich an Omega-6 und Omega-3 Fettsäuren und kann deshalb als eine vegane Alternative zu Fischöl verwendet werden. Der Proteinanteil liegt bei 25%, was ebenfalls recht hoch ist. Und auch als Base für etliche Seifen oder Cremes wird es gerne angewendet.

Untersuchungen haben ergeben, dass die Samen reich an Vitamin E sind. Sie enthalten 6 mg pro 100 g Samen. Ebenso wurde nachgewiesen, dass pro 100 g Samen 1,1 g Phosphor enthalten ist, welches für die Knochenerhaltung, der Entgiftung und die kognitiven Funktionen im Körper wichtig ist.

Erwähnenswert ist auch, dass der Kaliumanteil bei 0,9 g pro 100 g Samen liegt - die Tagesdosis liegt bei 2 g. Diese Nährstoffe spielen eine wichtige Rolle bei Stress und Herz- und Nierenerkrankungen. Die empfohlene Menge an Magnesium wäre mit 100 g Samen gedeckt, Vitamin B1 und B2 ebenso.

Hanföl ist also ein Hanfprodukt, welches weder THC noch CBD enthält, trotzdem ist es aber voller Nährstoffe, die die Gesundheit unterstützen.


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