07.01.2021, 11:35 Uhr

Der Weg zum eigenen Fertighaus

Foto: 123rf.comFoto: 123rf.com

Fertighäuser erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit. Falls auch Sie Interesse an einem Fertighaus haben, dann haben Sie sich bestimmt schon über die Vorteile dieser Hausart informiert. Allerdings ist den meisten Interessenten der Ablauf von der Planung bis zum Einzug unklar. In den folgenden Absätzen erfahren zukünftige Häuslebauer, welche Schritte zum neuen Fertighaus-Eigenheim nötig sind.

Finanzierung

Selten verfügen Bauherren über genügend Kapital, um den Hausbau vollständig aus den eigenen finanziellen Mitteln zu stemmen. Deshalb sollte für Sie vor der weiteren Planung die Hausbank der erste Ansprechpartner sein. Zusätzlich erhalten Sie bei der Bank weitere Informationen über Förderungen, die Ihnen gegebenenfalls die Finanzierung erleichtern. Gibt es von Seiten der Bank keine Bedenken, dann können Sie in die weitere Planung eintauchen.

Grundstück suchen und finden

Nun geht es ans Eingemachte: Das neue Fertighaus benötigt einen Ort, an dem es in Zukunft stehen wird, mit anderen Worten: ein Grundstück. Wählen Sie den Standort abhängig von Ihren individuellen Lebensbedingungen. Sind Schule und Kita in der Nähe? Wie weit ist es bis zum nächsten Supermarkt und welche Richtlinien müssen beim Bau eingehalten werden?

Fertighausanbieter auswählen

Auf dem Markt tummeln sich unzählige Fertighausanbieter. Bewährt haben sich Anbieter, deren Häuser das sogenannte QDF-Siegel tragen. QDF steht für "Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau", in der die führenden Fertighaushersteller vertreten sind. Das Siegel sollte bei der Wahl des Anbieters berücksichtigt werden. Zudem sollten Sie sich bei der Beratung durch den Anbieter wohlfühlen und ein gutes Bauchgefühl haben. Dabei können Sie ruhig mehrere Beratungen vor Ort in Anspruch nehmen.

Bedarfsanalyse und Architektengespräch

Haben Sie sich für einen Fertighausanbieter entschieden, dann sollte der zuständige Berater eine Bedarfsanalyse durchführen. In diese Analyse fließen Ihre Wünsche und Ideen ein. Grundriss, besondere Schnitte und vieles mehr - lassen Sie Ihren Wünschen freien Lauf. Der Berater zeigt Ihnen, was möglich ist und was nicht. Mit der fertigen Analyse geht es dann weiter zum Architekten. Dieser fertigt aus der Analyse einen individuellen Bauplan, der später auch in den Bauantrag einfließt.

Planung im Detail - die Hausausstattung

Der große Plan steht und nun geht es ins Detail: Wünschen Sie sich eine Luxus-Ausstattung mit Smart Home, vernetzten Rauchmeldern, hochwertigen Sanitäranlagen oder einer ausgefallenen Wandgestaltung? Der Fertighausanbieter wird jeden Ihrer Wünsche berücksichtigen. Entscheiden Sie sich nicht zu voreilig, immerhin werden Sie viele Jahre in diesem Haus verbringen.

Stellen des Bauantrags

Nun ist es Zeit, den Bauantrag zu stellen. Der Bauplan des Architekten und alle weiteren Unterlagen werden beim Bauamt eingereicht. Das übernimmt in der Regel der Fertighausanbieter für Sie. Erwarten Sie aber keine schnelle Zusage - selten bearbeitet das Bauamt die Anträge innerhalb eines Monats. Stellen Sie sich auf eine Wartezeit von bis zu sechs Monaten ein.

Jetzt geht's los

Hat das Bauamt den Antrag genehmigt und der Fertighausanbieter einen Termin für den Startschuss bestimmt, dann geht es endlich los. Da die meisten Bauteile vorgefertigt sind, ist die Bauzeit beim Fertighaus relativ kurz. Der Rohbau kann innerhalb von 2 Tagen stehen. Die meiste Zeit nimmt in der Regel die Hausausstattung in Anspruch. Der Innenausbau kann bis zu 3 Monate dauern.

Endlich geschafft

Ihr Haus steht, die Hausausstattung ist vollständig installiert und mit Stolz können Sie Ihr neues Eigenheim betreten. Nun folgt die offizielle Schlüsselübergabe. Halten Sie eventuell vorhandene Mängel auf jeden Fall im Protokoll der sogenannten Bauabnahme fest. Das ist wichtig für spätere Gewährleistungsansprüche.

Fazit

Bei dem Bau eines Fertighauses mag es, genau wie bei einem Massivhaus auch, stressige Momente geben. Unterm Strich ist der gesamte Ablauf jedoch relativ unkompliziert, zumal sich der Fertighausanbieter um viele Dinge kümmert, um die Sie sich bei einem Massivhaus-Bau selbst kümmern müssten. In diesem Sinne: Machen Sie sich bei einem Fertighausanbieter in Ihrer Region schlau und wer weiß, vielleicht sind Sie bald selbst stolzer Besitzer eines Fertighauses.


0 Kommentare