10.11.2020, 15:56 Uhr

Kosten von 2,95 Millionen Euro Richtfest am Bauernhausmuseum

Josef Mayer (Zimmerei und Holzbau Mayer), Georg Lippacher (Zimmerei Dachdeckerei Lippacher) und Landrat Martin Bayerstorfer beim Richtfest. F.: LRAJosef Mayer (Zimmerei und Holzbau Mayer), Georg Lippacher (Zimmerei Dachdeckerei Lippacher) und Landrat Martin Bayerstorfer beim Richtfest. F.: LRA

Die Geschichte der bäuerlichen Wirtschafts- und Lebensweise wird im Bauernhofmuseum buchstäblich mit allen Sinnen greifbar.

Erding. Vor etwa einem Jahr fand der Spatenstich für die Errichtung des neuen Eingangsgebäudes für das Bauernhausmuseum sowie der Startschuss für die Translozierung des Anwesens Pesenlern 56 statt. Nun wurde das Richtfest gefeiert.

Landrat Martin Bayerstorfer lobte die Begeisterung aller Beteiligten für das einzigartige Projekt: „Das Bauernhausmuseum ist eines der Schmuckstücke in unserem Landkreis. Ohne eine mittelfristige Perspektive wäre der beliebte Bürgertreffpunkt vor dem Aus gestanden, denn der wachsende Raumbedarf und die gestiegenen Hygieneanforderungen wären am jetzigen Standort nicht umsetzbar gewesen. Ich freue mich sehr, dass wir diese Lösung gefunden haben – auch für alle Landwirte, die über die Plattform Bauernmarkt die Direktvermarktung ihrer Produkte betreiben.“

Das Bauernhausmuseum hat die Aufgabe, die Geschichtliche der bäuerlichen Wirtschafts- und Lebensweise der Menschen zu erforschen und anschaulich darzustellen. Dafür sind die historischen Gebäude immens wichtig, denn so können sich Besucher des Museums nicht einfach nur theoretisches Wissen aneignen, sondern tatsächlich besichtigen und im wahrsten Sinne des Wortes mit allen Sinnen begreifen, wie die Menschen früher gelebt haben. Bei dem Anwesen aus Pesenlern handelt es sich um ein Profangebäude aus dem Jahr 1627, vermutlich das älteste Gebäude im ganzen Landkreis. Mit einigen Um- und Anbauten wird zukünftig der Bauernmarkt dort Platz finden.

Der Kostenrahmen für das Projekt war mit rund 2,5 Mio. Euro angesetzt. Mittlerweile liegt dieser jedoch bei 2,95 Mio. Euro, u.a. aufgrund zusätzlicher Maßnahmen wegen der Corona-Pandemie oder der Errichtung eines zusätzlichen Gebäudes für den Obst- und Gemüseverkauf. In den Investitionskosten ist außerdem auch die Errichtung einer barrierefreien Toilette enthalten, so dass nun auch viele betagtere Mitbürger und bewegungseingeschränkte Besucher das Museum und den Bauernmarkt künftig besuchen können.