14.08.2014, 09:30 Uhr

Die Jacke lag im Auto ... Bartweltmeister scheitert an den Vorgaben für den Trachtenweltrekord

Foto: Stefan SussbauerFoto: Stefan Sussbauer

Die Straubinger haben es tatsächlich geschafft: Am Donnerstag, 7. August, einen Tag vor der Eröffnung des diesjährigen Gäubodenfestes, holten sie den Trachtenweltrekord in die Stadt. Helfen wollte auch Bernhard Greller, seines Zeichens Bartweltmeister, aus dem Regenstaufer Ortsteil Diesenbach. Doch dem machten die Regularien einen Strich durch die Rechnung.

REGENSTAUF/STRAUBING Greller schmiss sich in Schale: Lederhose und Trachtenhemd, Weste und Janker, Strümpfe und Schuhe – so ging es auf in die Gäubodenstadt Straubing. Dort nämlich wurde gezählt, um den Trachtenweltrekord in die Stadt zu holen. Mindestens 2.000 Menschen in Tracht waren nötig. Und um kurz nach 20 Uhr stand es dann endlich fest: 2.779 Menschen waren in Tracht nach Straubing gekommen. Die Mädels waren in der Überzahl, denn rund 2.100 Dirndl-Trägerinnen hatten sich im Festzelt Reisinger versammelt, um den Weltrekord nach Straubing zurückzuholen. Im Jahr 2012 hatten die Straubinger den Rekord geholt, 2013 klaute ihn dann die Stadt Speyer.

2.779 Menschen in Tracht hatten sich also diesmal im Festzelt Reisinger eingefunden, fast wären es 2.780 geworden, fast ...

Gescheitert ist das an einer Trachtenjacke, die im Auto lag. Denn die Regularien waren streng: Nicht jeder durfte ins Zelt, nicht jeder wurde für den Rekord dann auch gezählt. Bei den Damen waren Dirndl, Schürze und Bluse vorgeschrieben, die Männer mussten Lederhose, Weste, Strümpfe und eben auch eine Trachtenjacke tragen. Eine Trachtenjacke über den Arm gehängt, das reichte, denn am Donnerstag war es ziemlich warm, aber zumindest dabeihaben musste man die Jacke. Und da fiel es Bernhard Greller wie Schuppen von den Augen – seine Jacke lag noch im Auto! Der weite Weg war also umsonst.

Doch Greller war nur für einen kleinen Moment enttäuscht. Schon dieser Weltrekord an sich war ein großes Erlebnis; „So etwas habe ich noch nie gesehen“, sagt Greller – und bewundert den Aufwand, der dort in Straubing betrieben wurde. Und gerade die Damen in ihren Dirndl – „eine Augenweide“, sagt Greller. Und so verflog die Enttäuschung über die vergessene Trachtenjacke schnell – und außerdem durften nach der offiziellen Verkündung der Rekordzahl auch all jene ins Zelt, die vorher an den strengen Regeln gescheitert waren. So konnte Greller dann den Rekord doch noch mitfeiern!


0 Kommentare