27.06.2019, 09:05 Uhr

Imkern in Straubing Es summt und brummt im Ortsteil Kagers

(Foto: Müller)(Foto: Müller)

Imkereipolitikerin Ruth Müller besuchte Straubinger „Jungimker“ Günter Reimann.

STRAUBING „Imkern in der Stadt“ ist ein Trend, der immer mehr Befürworter findet. So hat sich auch der Straubinger Günter Reimann vor einem Jahr dazu entschlossen, in seinem Garten für Bienen eine Heimat zu schaffen. Gemeinsam mit seinem Nachbarn Harry Hochwind haben die beiden als „Jungimker“ beim örtlichen Imkereiverein angefragt und anschließend eine Grundausbildung absolviert und sich fachgerecht ausgestattet. Nun summt und brummt es auf beiden Seiten des Gartenzauns im Straubinger Ortsteil Kagers. Reimann freute sich über das Interesse der imkereipoltische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Ruth Müller aus dem Nachbarlandkreis Landshut und erläuterte ihr die Herausforderungen, mit denen er in seinen ersten beiden Imkerjahren zu kämpfen hatte.

„Im Winter hatte ich starke Verluste durch die Varroa-Milbe“, erzählt Reimann, der mit zwei Völkern begonnen hat. Durch die eingefangenen Schwärme habe er mittlerweile fünf Bienenvölker in seinem Garten. Dieses Imkerjahr sei sehr schwarmintensiv gewesen. Im letzten Sommer habe er zudem auch noch mit „Räuberei“ zu kämpfen gehabt. „Dieses Frühjahr habe vielversprechend gestartet, aber der kalte Mai und das starke Schwärmen hat dazu geführt, dass die Honigernte bisher ausgeblieben ist „. Nun hoffe er, dass die die Sommertracht besser ausfalle.

„Imkern ist ein faszinierendes Hobby“, so Günter Reimann. Im Gespräch war man sich einig, dass Bienen nicht nur als Wirtschaftsfaktor zu sehen sein, sondern in hohem Maße zur Ökologie und Biodiversität beitragen. Ruth Müller stellte die veränderte Flur als eine Kernfrage der Imkereipolitik heraus und stellte fest, dass durch die Veränderung der kleinräumigen und vielfältigen Landwirtschaft auch die Lebensgrundlagen der Bienen, Wildbienen und anderer Insekten betroffen sind. Zudem seien Haus- und Gartenbesitzer, Kommunen und auch die Verbraucherinnen und Verbraucher gefordert, Lebensräume insektenfreundlich zu gestalten und bei ihrem Einkaufsverhalten regionale Produkte zu bevorzugen.


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