03.06.2019, 09:15 Uhr

Karriere dahoam – Karriere im Landkreis Auftakt für „Ausbildung macht Zukunft“

Auftaktveranstaltung zu „Ausbildung macht Zukunft“ 2019 bei der Schreinerei Kastl in Leiblfing (Foto: Landratsamt)Auftaktveranstaltung zu „Ausbildung macht Zukunft“ 2019 bei der Schreinerei Kastl in Leiblfing (Foto: Landratsamt)

Landkreis-Initiative soll junge Leute in der Region halten.

STRAUBING-BOGEN Karriere dahoam – Karriere im Landkreis: Dieses Schlagwort stand im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung „Ausbildung macht Zukunft“ des Landkreises Straubing-Bogen bei der Schreinerei Kastl in Leiblfing.

Seit über zehn Jahren gibt es diese Initiative des Landkreises. „Ging es früher darum, dass Jugendliche auch wirklich die Chance erhalten, eine Ausbildungsstelle zu bekommen, so haben sich die Zeiten mittlerweile geändert“, sagt Wirtschaftsreferent Martin Köck. „Heute ist die Herausforderung, den Bedarf an Fachkräften bei den Unternehmen zu decken.“ Die Bemühungen des Landkreises, die sich auch bei weiteren Projekten wie dem Azubi-Bus oder gemeinsamen Aktionen mit der Stadt Straubing, der MINT-Region und „Deine-Lehrstelle.de“ zeigen, seien dabei ein wichtiger Faktor, wie Christoph Kämpf, Vorsitzender des IHK-Gremiums für Straubing und den Landkreis Straubing-Bogen, mittels einer indischen Weisheit deutlich machte: „Wenn man glaubt, im Kleinen kann man nichts verändern, dann denkt an eine Mücke im Schlafzimmer.“

Und so sollen die Chancen, die eine handwerkliche Ausbildung bietet, auch noch mehr transportiert werden. „Ein gewisses Umdenken hat aber schon eingesetzt“, so der Stellvertretende Landrat Franz-Xaver Stierstorfer, was auch Rosemarie Härtinger, Schulleiterin am Ursulinen-Gymnasium, angesichts der Zahlen bestätigen konnte. „Ein Drittel unserer Schülerinnen macht nach dem Abschluss eine Lehre.“ Auch der Obermeister der Friseur-Innung, Rudolf Reisbeck, hob die Chancen, die das Handwerk den jungen Leuten in der heutigen Zeit bietet hervor. Dafür, so Leiblfings Bürgermeister Wolfgang Frank, seien aber auch die Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinden notwendig. „Es wird nicht leichter, Gewerbegebiete auszuweisen. Aber das ist die Grundlage, um dann auch später Auszubildende einstellen zu können.“

Den Slogan „Ausbildung macht Zukunft“ formulierte Schulamtsleiter Heribert Ketterl in ein „Aus Bildung mach Zukunft“ um. „Bildung, Fort- und Ausbildung ist die wichtigste Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft der jungen Menschen. Wer dort ein solides Fundament hat, dem muss nicht bange sein.“ Zumal auch die Vertreter der Arbeitsagentur deutlich machten, dass im Bereich Auszubildende auch weiterhin gefördert wird. „Karriere ist definitiv auch ohne Abitur möglich“, so Sandra Berier von „Deine-Lehrstelle.de“.

Auch jetzt, so hob Martin Köck hervor, seien viele Ausbildungsstellen im Landkreis noch unbesetzt. „Junge Menschen haben vielfältige Chancen in den unterschiedlichsten Bereichen. Auch die Verdienstmöglichkeiten sind im Handwerk hervorragend.“

Die Aktion Ausbildung macht Zukunft endet auch in diesem Jahr wieder mit der Verleihung des Ausbildungspreises des Landkreises in drei Kategorien (Betriebe unter 50 Mitarbeiter, Betriebe über 50 Mitarbeiter und Inklusion) im Spätherbst. „Das Handwerk soll den Stellenwert bekommen, den es verdient“, sagt Martin Köck. „Beste Chancen, guter Verdienst, heimatnahe Arbeitsplätze – was will man mehr?“, so seine rhetorische Frage.

Eine Führung durch die Schreinerei Kastl rundete die Auftaktveranstaltung ab. Die Gäste konnten so gleich aus erster Hand miterleben, „was Handwerk schafft“, wie es Franz-Xaver Stierstorfer ausdrückte. „Hier kann man gestalten und durch eigene Leistung etwas entstehen lassen. Das ist doch ein herrliches Gefühl am Ende jeden Tages.“


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