31.10.2011, 21:06 Uhr

Bernhard Zimmermann in Äthiopien Straubinger THW-Spezialist auf Hilfsmission in Ostafrika

Foto: THWFoto: THW

In Ostafrika ereignet sich gerade eine der größten humanitären Katastrophen der letzten Jahre. Angesichts dieser Lage haben die Vereinten Nationen zu massiver und schneller Hilfe aufgerufen. Die Bundesregierung ist dem Aufruf gefolgt und hat ihre Hilfe für die Dürreopfer am Horn von Afrika auf über 30 Millionen Euro aufgestockt. Zudem hat das Technische Hilfswerk (THW) am Sonntag ein weiteres Team im Auftrag der Bundesregierung nach Äthiopien entsandt. Der bereits seit August laufende THW-Einsatz am Horn von Afrika wird damit auf ein weiteres Flüchtlingslager ausgeweitet. Mit dabei ist auch wieder Bernhard Zimmermann vom Ortsverband Straubing.

STRAUBING/ÄTHIOPIEN In Ostafrika droht die schlimmste humanitäre Katastrophe seit Jahrzehnten. Tausende Menschen drohen zu verhungern. Rund zwölf Millionen Menschen brauchen wegen der Dürre am Horn von Afrika laut UNO schnell Hilfe. Hinzu kommen noch die lokalen Besonderheiten, dass in den Gebieten, die am schwersten von der Jahrhundertdürre betroffen sind, auch die ärmsten Menschen der Region leben. Schon ohne die Trockenheit leiden sie Not, können ihr Leben nur mit Mühe bestreiten.

Aufgrund der Ausmaße dieser humanitären Katastrophe hat die Bundesregierung ihre finanzielle Hilfe auf über 30 Millionen Euro aufgestockt. Zusätzlich hat gestern das Technische Hilfswerk (THW) im Auftrag der Bundesregierung ein weiteres SEC-Team nach Äthiopien entsandt – unter Ihnen Bernhard Zimmermann vom Ortsverband Straubing. Der bereits seit August laufende THW-Einsatz am Horn von Afrika wird damit auf ein weiteres Flüchtlingslager ausgeweitet. In Bokolmanyo unterstützt das THW-SEC-Team Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Flüchtlingswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) bei Baumaßnahmen. 40.000 weitere Flüchtlinge profitieren so von Deutschlands humanitärer Hilfe in Äthiopien. Dieses SEC-Team (Standing Engineering Capacity) ist eine operative Einheit des THW, die schnell und gezielt technische und logistische Hilfe beim Campaufbau und Camprückbau für international tätige Einsatzkräfte leistet – insbesondere in UN-Friedensmissionen.

Für Bernhard Zimmermann ist dies bereits der vierte Auslandseinsatz in den letzten drei Jahren. Seit der Tsunami-Katastrophe ist der selbständige Ingenieur für Wasseraufbereitung engagierter Helfer in der Fachgruppe Infrastruktur des Ortsverband Straubing. Zusätzlich ist er Mitglied der bundesweit aufgestellten Schnell-Einsatz-Einheit-Wasser-Ausland (SEEWA). Sein letzter Einsatz ist nicht ganz ein Jahr her. Damals war er zusammen mit seiner SEEWA-Einheit mehrere Wochen in Haiti, um nach dem Erdbeben dort die notleidende Bevölkerung mit Trinkwasser zu versorgen (Foto oben). Auch in Pakistan (Foto unten) war er schon im Auftrag des THW tätig. Zimmermanns Rückkehr aus Afrika ist für Anfang Dezember geplant. 


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