26.04.2019, 14:59 Uhr

Aufschlussreicher Besuch im Nawareum Straßenbauingenieure informierten sich über nachhaltige Energie

(Foto: Staatliches Bauamt Passau)(Foto: Staatliches Bauamt Passau)

„Biogas und Elektromobilität“ im Blickpunkt.

STRAUBING Zu einem Fachvortrag zum Thema „Biogas und Elektromobilität“ samt Führung durch das Nawareum hatte kürzlich die Bezirksgruppe Niederbayern der Vereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure (VSVI) unter dem Vorsitzenden Dipl.-Ing. Robert Wufka eingeladen. 25 Mitglieder ließen sich von Norbert Sterl, Leiter des Bereichs Hochbau am Staatlichen Bauamt Passau, und Peter Turowski vom Sachgebiet Zentrale Dienste am Technologie- und Förderzentrum Straubing durch die Baustelle des Nawareum führen.

Im neuen Erlebnis- und Informationsort zu Nachwachsenden Rohstoffen und Regenerativer Energie informierte Norbert Sterl die Teilnehmer über das Gebäude, das zum größten Teil aus Holz gefertigt wurde. „Die Holzteile bleiben sichtbar, wir wollen zeigen, was im konstruktiven Holzbau möglich ist“, sagte er.

Peter Turowski erläuterte die Konzeption des Museums, in dem die Geschichte der Energie- und Rohstoffversorgung ebenso dargestellt werden soll wie Informationen zu nachhaltiger Ernährung. Den Besuch im Nawareum hatten Dipl.-Ing. Robert Wufka, Vorsitzender der VSVI-Bezirksgruppe und Leiter des Staatlichen Bauamts Passau, und Prof. Dipl.-Ing. Andreas Appelt von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg organisiert. Sie dankten Sterl und Turowski für die interessante Führung. Nächste Station war das Laborgebäude des TUM-Campus Straubing, wo Dr.-Ing. Norbert Fröhlich, Geschäftsführer des TUM-Campus, die Struktur und Entwicklung des TUM-Campus erläuterte.

Danach folgte ein spannender Vortrag von Professor Dr. Josef Kainz (Professur Energietechnik, Hochschule Weihenstephan am TUM-Campus) zum Thema „Biogas und Elektromobilität: Was bringt wie viel fürs Klima?“ Fazit seines Vortrags war, dass ein Elektroauto kaum Vorteile bei der CO2-Einsparung bringe. Für eine ehrliche Berechnung müsse man auch die Emissionen bei der Produktion der verwendeten Energie sowie der Fahrzeugherstellung berücksichtigen. „Die lokale Emission ist nur die halbe Wahrheit“, sagte Kainz: Für die Herstellung eines Elektroautos werde zum Beispiel doppelt so viel Energie verbraucht wie für den Bau eines konventionellen Fahrzeugs. Auch ihm dankten Wufka und Appelt am Ende mit einem kleinen Geschenk für den Vortrag.


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