16.02.2019, 16:32 Uhr

Neue Donaufähre ist angekommen Herzlich willkommen, Posching!


Maria- und Stephansposching bereiten der sehnlichst erwarteten Fähre einen tollen Empfang.

MARIAPOSCHING/STPHANSPOSCHING Zwei glückliche Landräte gemeinsam in einem Boot. Am Samstag um kurz nach 14 Uhr war es endlich soweit. Die neue diesel-elektrische Fähre Posching hat ihren Bestimmungsort erreicht. Bei der Ankunft an Bord: Josef Laumer, Landrat des Landkreises Straubing-Bogen, und sein Deggendorfer Amtskollege Christian Bernreiter. Beide strahlten förmlich um die Wette, als sie mit der Posching, zuerst in Maria- und dann in Stephansposching, anlandeten. Hunderte Interessierte hatten sich an beiden Uferseiten eingefunden, um einen ersten Blick auf das neue Schmuckstück zu werfen und auch gleich probeweise überzusetzen. Landrat Josef Laumer hat die Fähre gleich ausführlich getestet und hatte bereits bei der Ankunft seinen Wagen an Bord, mit dem er unter dem Applaus der Zuschauer von der Fähre fuhr.

Die neue diesel-elektrische Motorwagenfähre ersetzt die 2016 gesunkene Gierseilfähre zwischen den beiden Gemeinden Mariaposching (Landkreis Straubing-Bogen) und Stephansposching (Landkreis Deggendorf). Betreiber der Fähre ist seit 1979 der Landkreis Straubing-Bogen, die Betriebskosten teilen sich die Landkreise Straubing-Bogen und Deggendorf. Auch die Anschaffungskosten der Posching wurden zu gleichen Teilen von den beiden Landkreisen übernommen.

Besonderheit der neuen Fähre ist auch der Treibstoff. Dies ist ein flüssiger Dieselkraftstoff (Shell GTL Fuel), der aus Erdgas gewonnen wird. Dieser Treibstoff verbrennt sauberer als herkömmlicher Dieselkraftstoff auf Erdölbasis und produziert somit weniger lokale Emissionen und Feinstaub. Durch den diesel-elektrischen Antrieb ist zudem eine spätere Umrüstung bei Fortschreiten der Technik auf einen komplett elektrischen Antrieb möglich.

Wann genau der reguläre Fährbetrieb für Fußgänger, Fahrräder, Pkw´s, Lkw´s und Zugmaschinen wieder aufgenommen werden kann, steht derzeit noch nicht endgültig fest. Zwar wurden die vier Fährleute bereits während der Überführung vom anerkannten Sachverständigen für Schiffbau von der ZSUK Mainz, Dr. Urmann, der als Berater des Landkreises fungiert und auch für die Überführungsfahrt verantwortlich zeichnete, eingewiesen, sie müssen nun aber auch noch eine praktische Prüfung an der Fährstelle ablegen. Diese wird durch das Wasser- und Schifffahrtsamt abgenommen. Unmittelbar vor der Wiederaufnahme des Fährbetriebs zwischen Mariaposching und Stephansposching findet dann auch die kirchliche Segnung der Posching statt. Ein größeres Fest mit Freifahrten, Tag der offenen Fähre und offizieller Einweihung wird es im Frühjahr geben. „Jetzt im Winter wollten wir angesichts der Kälte und der Witterung keine größeren Festivitäten abhalten“, so Tiefbauamtsleiter Markus Fischer, der aber zur Ankunft der Fähre trotzdem mit einigen Schaulustigen an den künftigen Fährorten rechnet.


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