10.10.2018, 15:24 Uhr

Hilfe für Erkrankte in Straubing „Krebs ist kein Todesurteil“

Margot Daschner (re.) leitet die Krebsselbsthilfegruppe Straubing 1, Ursula Rothammer (li.) ist Mitgründerin und Stellvertreterin. (Foto: Casdorf)Margot Daschner (re.) leitet die Krebsselbsthilfegruppe Straubing 1, Ursula Rothammer (li.) ist Mitgründerin und Stellvertreterin. (Foto: Casdorf)

Seit 35 Jahren werden Erkrankte von der Selbsthilfegruppe Straubing 1 unterstützt

Straubing. Die Diagnose Krebs ist für Betroffene ein Schock. Chemotherapie, Bestrahlungen oder schwere Operationen bringen viele Patienten an den Rand der physischen und seelischen Belastbarkeit.

Betroffenen Mut machen, sie mit Rat und Tat auf dem Weg der Gesundung begleiten, hat sich die Krebsselbsthilfegruppe Straubing 1 zur Aufgabe gemacht. Gegründet im Jahr 1983 feiert die Gruppe am heutigen Mittwoch mit einem Festakt im Pfarrsaal St. Jakob ihr 35-jähriges Bestehen.

Die Gruppe, die 40 Mitglieder aus Straubing und dem Landkreis umfasst, hat im Laufe der Jahre den Fokus vornehmlich auf erkrankte Frauen gelegt. Brust- oder Gebärmutterkrebs sind die häufigsten Arten der heimtückischen Krankheit.

„Persönliche Zuwendung ist wichtig“, erklärt Gruppenleiterin Margot Daschner. Die 67-Jährige weiß, wovon sie spricht. Sie erkrankte vor 18 Jahren selbst an Krebs, erlitt vor vier Jahren einen Rückfall. Heute ist sie gesund. „Das Ziel unserer Arbeit ist es, aus eigener Betroffenheit anderen Krebspatienten in dieser Krisensituation beizustehen.“ Dazu gehört die seelische Begleitung ebenso wie die Einbindung von Fachärzten, Krankenkassen und Therapeuten. Aber auch der Umgang mit Schmerzen, Leid und Tod. „Besonders intensiv arbeiten wir mit dem Klinikum St. Elisabeth zusammen“, erzählt die Bogenerin, „dort besuchen Damen unserer Gruppe frisch operierte Brustkrebspatientinnen.“

Elfmal pro Jahr (immer am letzten Mittwoch im Monat, 14 bis 16 Uhr) trifft sich die Gruppe im Pfarrsaal St. Jakob. „Wir sind eine Art Kummerkasten“, sagt Margot Daschner. Gleichzeitig soll den Betroffenen aber vor allem Mut und Zuversicht vermittelt werden. Verschiedene Ausflüge, Weihnachts- und Faschingsfeiern werden organisiert. Trotz der schweren Krankheit – die Lebenslust steht im Mittelpunkt. Margot Daschner sagt: „Krebs ist kein Todesurteil!“

Wer sich näher über die Krebsselbsthilfegruppe informieren möchte, erhält weitere Informationen bei der ehrenamtlichen Leiterin Margot Daschner, Telefon 09422/2670.


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