21.08.2018, 09:19 Uhr

1.800 Behandlungen Rettungsdienst hatte am Volksfest alle Hände voll zu tun

Foto: limonzest/123f.com (Foto: limonzest/123f.com)Foto: limonzest/123f.com (Foto: limonzest/123f.com)

Hitze und Wespen bescherten dem BRK zusätzliche Arbeit.

STRAUBING Mit rund 1800 Behandlungen hatten unsere Ehrenamtlichen in diesem Jahr viel zu tun, bilanziert Gesamteinsatzleiter Martin Schmauser bei der traditionellen Bilanzbesprechung am Gäubodenvolksfest.

Das bedeutet eine Steigerung um etwa 500 Patienten im Vergleich zum Vorjahr. Wir führen das auf zwei Faktoren zurück, so Schmauser. Zum einen haben sich einige Besucher bei den im Vergleich zu den Vorwochen angenehmeren Temperaturen zum Teil zu viel zugemutet. Das resultierte in einer steigenden Zahl von Kollapsen. Außerdem waren die Bienen und Wespenstiche in diesem Jahr deutlich höher als in den Vorjahren.

Allerdings war auch in diesem Jahr jede Art von Einsatz zu verzeichnen. Neben Pflastern bei Abschürfungen gab es heuer erneut Schädel-Hirn-Traumata, Knochenbrüche, Herzinfarkte und eine Lungenembolie am Festplatz, so Schmauser.

Unser Einsatzkonzept ist aufgegangen, so Kreisbereitschaftsleiter Hans Kienberger. An Spitzentagen waren bis zu 35 ehrenamtliche Helfer und 2 Notärzte in unserer Festwache sowie auf dem Festplatz unterwegs. Tagsüber waren die Helfer in San-Carts auf der Ostbayernschau und dem Festplatz präsent. Ohne das Engagement der Ehrenamtlichen wäre das Volksfest in Straubing nicht möglich.

Insgesamt waren in diesem Jahr über 150 Helfer im Einsatz. Sie leisteten in 700 Schichten über 5000 Stunden ehrenamtliche Arbeit. 180 Patienten wurden in die Festwache gebracht (ein leichtes Plus im Gegensatz zu den 150 im Vorjahr). Um ein Drittel gestiegen ist die Zahl der Patienten, die ins Krankenhaus gebracht werden mussten (100) beziehungsweise derjenigen, die zu viel getrunken hatten und behandelt werden mussten (55). Trotzdem machen Alkoholvergiftungen nur 3 Prozent der Einsätze aus, bilanziert die stellvertretende Kreisbereitschaftsleiterin Melanie Würstl.

Besonders viel zu tun hatten die Helfer des BRK am zweiten Samstag, wo sie 247 Patienten versorgten, ein Spitzenwert, der im Vorjahr nicht erreicht wurde. Neben dem Volksfestplatz sicherten die Ehrenamtlichen auch den Auszug und die Lampionfahrt ab.

Zufrieden zeigten sich die Einsatzleiter damit, dass alle Helfer wieder gesund aus dem Dienst gingen. Insgesamt haben wir ein friedliches, schönes Fest erlebt, so das Bayerische Rote Kreuz.


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