12.07.2018, 09:37 Uhr

Know-how gefragt Straubings oberste Polizistin wechselt zur Grenzpolizei


Anette Lauer wird stellvertretende Leiterin der neuen Passauer Direktion.

STRAUBING/PASSAU „Mit der Bayerischen Grenzpolizei setzen wir ein Signal, dass wir den bayerischen Grenzraum sicherer machen wollen und der Schutz der einheimischen Bevölkerung für uns oberste Priorität hat“, sagte Ministerpräsident Dr. Markus Söder beim Festakt zur Neugründung der Direktion der Bayerischen Grenzpolizei letzte Woche in Passau.

Die neue Grenzpolizei erhält modernste Sachausstattung, wie zum Beispiel Smartphones mit polizeilichem Messenger-Dienst. Sie bekommt mobile Fingerabdruck-Scanner in den Einsatzfahrzeugen und spezielle Drohnen sowie Wärmebild- und Nachtsichtgeräte. Insgesamt sind rund 14 Millionen Euro für die neue Grenzpolizei vorgesehen.

Aber auch menschliches Know-how ist bei der neuen Polizeibehörde gefragt. Und da kommt künftig auch geballte Erfahrung aus Straubing zum Einsatz. Denn, wie das bayerische Innenministerium auf Wochenblatt-Anfrage bestätigte, ist die Leiterin der Straubinger Polizeiinspektion, Polizeidirektorin Anette Lauer, seit Mitte Juni zur neuen Grenzpolizei nach Passau abgeordnet. Kein ganz neues Metier für Lauer, die bereits im Jahr 2004 als Polizeirätin die Grenzpolizeiinspektion Furth im Wald leitete, bevor sie im weiteren Verlauf ihrer Karriere schließlich die Inspektion Straubing übernahm und zur Polizeidirektorin aufstieg.

Als Stellvertreterin von Leitendem Polizeidirektor Alois Mannichl wird Straubings oberste Polizistin die Arbeit der neuen Polizeidirektion maßgeblich mitbestimmen. Als bayernweite Zentralstelle wird die Direktion die Schleierfahndung koordinieren und das Migrationsgeschehen genau beobachten. Außerdem wird die nationale und internationale Zusammenarbeit mit den gemeinsamen Zentren Schwandorf/Petrovice und Passau sowie mit benachbarten Behörden, wie zum Beispiel der Bundespolizei und dem Zoll, koordiniert und intensiviert.


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