18.02.2018, 11:33 Uhr

Martyrium an der JVA Straubing 2009 Trauer um ehemalige Gefängnis-Therapeutin

(Foto: Iryna Denysova/123rf.com)(Foto: Iryna Denysova/123rf.com)

Im April 2009 wurde die JVA-Therapeutin Susanne Preusker von einem Häftling als Geisel genommen und stundenlang vergewaltigt. In dieser Woche ist die 58-Jährige aus dem Leben geschieden.

STRAUBING Im April 2009 sorgte eine brutale Geiselnahme in der JVA Straubing deutschlandweit für Bestürzung. Ein bewaffneter Häftling (51) hatte die Gefängnis-Psychologin Susanne Preusker (49) als Geisel genommen, mit einem Messer bedroht und mehrfach vergewaltigt. Sieben Stunden dauerte das Martyrium, ehe der Geiselnehmer, der eine Haftstrafe wegen Sexual- und Gewaltverbrechen verbüßte, zur Aufgabe bewegt werden konnte. Die traumatischen Erlebnisse von 2009 versuchte Preusker später unter anderem in einem Buch mit dem Titel „Sieben Stunden im April – Meine Geschichten vom Überleben“ zu verarbeiten.

In dieser Woche hat Susanne Preusker ihrem Leben ein Ende gesetzt. Auf ihrer Homepage hat ihre Familie in bewegenden Worten Abschied von der 58-Jährigen genommen. „Voller Achtung und Liebe trauern wir um Susanne Preusker, geliebte Mutter und Ehefrau. Sie hat sich am Dienstag, 13. Februar 2018, entschieden, aus dem Leben zu scheiden.

Wir danken ihr für viele glückliche Momente, humorvolle Stunden und all das, was sie ausmachte.“


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