15.02.2018, 12:22 Uhr

Ran an die Werkzeuge Nachwuchshandwerkertage 2018 starten an den Mittelschulen in der Region

Volle Konzentration bei der Montage einer kleinen Wasserkreislauf-Anlage. (Foto: Landkreis Straubing-Bogen)Volle Konzentration bei der Montage einer kleinen Wasserkreislauf-Anlage. (Foto: Landkreis Straubing-Bogen)

Am Montag starten an den 6. Klassen der Mittelschulen in der Stadt Straubing und im Landkreis Straubing-Bogen die Nachwuchshandwerkertage 2018.

STRAUBING Für 500 Schüler an 18 Schulen heißt es dann „Ran an die Werkzeuge“ und löten, malern, schleifen, bohren und schrauben. Unter der Anleitung erfahrener Handwerker bauen sie an einem Schulvormittag einen „Kuss-Tester“, montieren eine kleine Wasserkreislauf-Anlage, schreinern einen Tablet-Halter aus Holz oder probieren verschiedene Maler-Techniken aus. Die fertigen Werkstücke dürfen die Nachwuchshandwerkerinnen und -handwerker im Anschluss mit nach Hause nehmen.

„Die Nachwuchshandwerkertage finden nun schon zum dritten Mal statt, und es ist immer wieder schön, zu sehen, mit welcher Begeisterung die Kinder bei der Sache sind“, freut sich Carolin Riepl, MINT-Managerin der MINT-Region Straubing-Bogen, die die Veranstaltung zusammen mit der Kreishandwerkerschaft Donau-Wald organisiert. „Mit der Aktion wollen wir den Kindern die Möglichkeit geben, ihre handwerklichen Fähigkeiten zu erproben, denn zu Hause haben viele gar nicht mehr die Gelegenheit dazu. So entdeckt vielleicht die eine oder der andere ganz neue Interessen.“ Tatkräftig unterstützt werden sie dabei von der Innung für Elektro- und Informationstechnik, der Schreiner-Innung, der Maler- und Lackierer-Innung und der Innung für Spengler, Sanitär- und Heizungstechnik in Straubing.

Die Mädchen und Jungen erhalten für ihre Teilnahme ein Zertifikat, das sie später für ihre Bewerbungsmappe verwenden können. Im Idealfall wäre das dann natürlich ein Handwerksberuf. Denn wie in allen Branchen bekommt man auch im Handwerk den Fachkräftemangel deutlich zu spüren. „Aktive Nachwuchswerbung wird für das Handwerk immer wichtiger“, erklärt Armin Stöckel, der vorsitzende Kreishandwerksmeister. Dabei waren die Perspektiven noch nie so gut wie heute. „Wer heute einen Handwerksberuf ergreift, hat großartige Zukunftsaussichten. Jedoch gibt es oft noch veraltete Vorstellungen, obwohl sich die Berufsbilder in den letzten Jahren stark gewandelt haben, Stichwort ‚Digitalisierung‘. Das ist leider noch nicht überall angekommen.“

Die Nachwuchshandwerkertage sind bereits Teil der Berufsorientierung an den Mittelschulen. Für die Sechstklässler steht aber erst einmal der Spaß am Ausprobieren im Vordergrund. Denn darum geht es vor allem: Begeistern durch selber machen.


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