30.11.2017, 08:39 Uhr

Prüfung bestanden Florian Zankl (20) aus Parkstetten ist wohl jüngster Fleischsommelier Deutschlands

Schul-Geschäftsführerin Barbara Zinkl (re.), Schul-Gesellschafter Georg Zinkl (li.) und Sensorik-Dozent Manfred Winkler gratulierten Florian Zankl (2.v.re.) zur bestandenen Prüfung. (Foto: PR)Schul-Geschäftsführerin Barbara Zinkl (re.), Schul-Gesellschafter Georg Zinkl (li.) und Sensorik-Dozent Manfred Winkler gratulierten Florian Zankl (2.v.re.) zur bestandenen Prüfung. (Foto: PR)

Florian Zankl aus dem Landkreis Straubing-Bogen bestand die Prüfung zum „Fleischsommelier“

PARKSTETTEN Er weiß, wie trendige Flank- oder Tenderloin-Steaks geschnitten und edles Rindfleisch mit Ageingmethoden wie „Dry Aged“ oder „Whisky Aged“ veredelt werden, wie Wild zerlegt oder der perfekte Garpunkt auf dem Grill erreicht wird. Auch mit Ethik in der Tierhaltung und neuesten Verbraucherschutzrichtlinien kennt er sich aus: Florian Zankl aus Parkstetten ist „Fleischsommelier“ und Metzgermeister aus Leidenschaft. Der 20-Jährige, der beim Bayerwald Butcher in Parkstetten tätig ist, holte sich dieses Fortbildungsprädikat bei einem Kurs an der 1. Bayerischen Fleischerschule in Landshut. Zankl ist damit der erste Fleischsommelier der Region und vermutlich der jüngste in Deutschland.

Dabei befand sich der lerneifrige Teilnehmer in exklusiver Gesellschaft: Dieses Intensivtraining für Gehirnzellen und Geschmacksnerven war auf 20 Teilnehmer beschränkt und lockte berufserfahrene Metzgermeister und Verkaufsleiter an. Zwei Damen und 18 Herren im Alter von 20 bis 53 Jahren nahmen teils lange Wege auf sich – aus Bayern und Baden-Württemberg, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen oder Niederösterreich kamen sie zum Büffelnan die Isar. An der 1928 gegründeten Bildungseinrichtung erlebten sie Vorträge, Workshops und Exkursionen unter Leitung internationaler Fleischexperten – von Produktion und Kulinarik bis Marketing, aber auch Verkostungen rarer Fleischsorten wie Wagyu.

Als „absolute Experten des edlen Rohstoffs Fleisch“ von der Erzeugung bis zur Vermarktung und perfekte Kundenberater würdigte Konrad Treitinger, Vizepräsident der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, die Absolventen nun bei einer Feier vor gut 150 Gästen im Landshuter Michel-Hotel. Dank des exklusiven Abschlusszertifikats stünden ihnen viele Türen offen; ihre im eigenen Betrieb wie in großen Unternehmen gefragten Kompetenzen könne ihnen niemand mehr nehmen. Der HWK-Vize ist überzeugt: „Bildung ist und bleibt die beste Investition!“

Schul-Geschäftsführerin Barbara Zinkl hob hervor, dass der französische Ausdruck „Sommelier“ (zu deutsch „Mundschenk“) auf dessen hohe Beratungskompetenz verweise. Und gerade in Zeiten der Globalisierung mit steigender Produktauswahl würden die Ansprüche der Kunden daran immer höher. Damit könnten Fachgeschäfte und das Handwerk punkten. Sie bezeichnete die erfolgreichen Prüfungsabsolventen als künftige „Botschafter des Fleischgenusses“.


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