08.11.2012, 11:50 Uhr

Neues Verfahren Burglengenfeld flickt seine Schlaglöcher „ökologisch"

Foto: Stadtwerke BurglengenfeldFoto: Stadtwerke Burglengenfeld

Rund 25.000 Euro haben die Stadtwerke Burglengenfeld jetzt in den Straßenunterhalt investiert und dabei ein neues Verfahren zum Einsatz gebracht. Die beauftragte Firma Instratec GmbH aus Eichendorf spricht von „ökologischer Straßenreparatur“.

In der Eichenstraße demonstrierte Instratec-Geschäftsführer Bernhard Neumaier, wie seine Firma bei der Reparatur von Rissen und Schlaglöchern arbeitet. Zunächst wird die Straße gereinigt. Dann kommt eine Infrarot-Hochleistungsheizmatte zum Einsatz. Diese wird wie ein Glätteisen über die schadhafte Asphaltdecke gesenkt und heizt den Straßenbelag rund zwölf Minuten lang auf.

Danach wird der Asphalt mit einem Eisenrechen aufgescharrt. Fehlendes Material wird durch wiederaufbereitetes Fräsgut aus der Feinschicht ergänzt und durchgemischt. Zur Kontrolle wird die Oberfläche mit einer Alulatte abgezogen und dann mit der Vibrationswalze nahtlos eingewalzen.

Nur rund 30 Minuten dauert so die Reparatur eines Schlagloches. Und schon nach kurzer Zeit ist die reparierte Straße wieder befahrbar. Stadtwerke-Vorstand Friedrich Gluth sagte, für kleinteilige Reparaturen sei dieses Verfahren gut geeignet, aber nicht für größere Flächen. Überzeugt habe neben der Wiederverwertung bereits vorhandenen Materials auch die Tatsache, dass das Instratec-Verfahren kostengünstiger sei, als herkömmliche Methoden.

Neben der Eichenstraße haben die Stadtwerke heuer unter anderem auch verschiedene Straßen im Umland, im Baugebiet am Neubruch sowie die Umgehungsstraße reparieren lassen. Bürgermeister Heinz Karg sagte, die Stadtwerke kämen ihrer Aufgabe des Straßenunterhalts im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten bestmöglich nach. Am jetzt getesteten Verfahren sei auch wichtig, dass die Bürger kaum unter Lärm und Schmutz zu leiden hatten. Und, dass dafür keine Straßen gesperrt werden mussten.


0 Kommentare