30.09.2010, 15:19 Uhr

Ausstellung in Burglengenfeld Paul Schinner erklärt persönlich seine Werke

Kunstwerke als Symbole für gefühlte und erlebte Zeit – das können Besucherinnen und Besucher in der aktuellen Sonderausstellung mit Werken des Nabburger Bildhauers Paul Schinner im Oberpfälzer Volkskundemuseum Burglengenfeld nachvollziehen. Das besondere Erlebnis: Am Dienstag, 5. Oktober, erklärt der Künstler ab 19 Uhr persönlich das Entstehen seiner Werke.

BURGLENGENFELD Paul Schinner wurde 1937 in Windischeschenbach geboren und gilt heute als einer der bedeutendsten Bildhauer und Graphiker in der Oberpfalz. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland belegen sein weitgefächertes Können, unter anderem hat er in diesem Jahr bereits in Bamberg, Regensburg und Hof am Regen Ausschnitte seines Œvres gezeigt. Für Burglengenfeld nun ist auf seinen Wunsch hin erstmals ein Rückblick über sämtliche Schaffensperioden und Werkgruppen aus mehr als fünf Jahrzehnten zusammen gestellt worden. Als gelernter Ziseleur hat er in den 1950er Jahren Schmuck, Geschirrteile und Ziergegenstände aus Gold und Silber hergestellt, die nur seine engsten Freunde bisher zu sehen bekamen.

Nach dem Studium in Nürnberg und Berlin ist er zu großformatigen Skulpturen aus Bronze und Eisenteilen übergegangen, die ebenfalls in der Burglengenfelder Ausstellung zu sehen sind. Bleistift-, Ölkreide- und Tuschezeichnungen von seinen Studienaufenthalten in Paris, in der Toskana und aus der oberpfälzischen Landschaft werden ebenso präsentiert wie eine Reihe Porträts in Gips und Bronze, kombiniert mit ausdrucksstarken Porträtzeichnungen. Schließlich sind auch seine großformatigen abstrakten Werke der jüngeren Zeit in der Ausstellung zu sehen und bilden einen wunderbaren Kontrast zu den gegenständlichen Werken. In der Stadt Burglengenfeld ist Paul Schinner ebenfalls mit mehreren Entwürfen vertreten – dem „Geschichtsband-Brunnen“ im Naabtalpark und einem Kunstwerk beim Europaplatz.

Bei seiner Führung am kommenden Dienstag wird Paul Schinner anhand einzelner Werke und der dabei verwendeten Werkzeuge die Entstehung seiner Kunstwerke erläutern. Der Eintritt kostet pro Person nur 50 Cent.

Noch ein Hinweis:

Die derzeit in zehn Dauerausstellungsräumen des Museums aufgestellte Sonderausstellung „S’Nouderl und Zwerg Gungerl“ mit Illustrationen von Michael Matthias Prechtl, Irmingard Jeserick, Barbara Stefan u.a. zu den Sagen und Märchen von Franz Xaver von Schönwerth aus Anlass von dessen 200. Geburtstag kann noch bis Sonntag, 10. Oktober, im Oberpfälzer Volkskundemuseum besichtigt werden und wandert danach in den Zehentstadel nach Beratzhausen weiter.


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