23.10.2017, 14:26 Uhr

Fertigstellung in 15 Monaten Bau der Klärschlammtrocknungsanlage in Schwandorf hat begonnen

Foto: ZTKSFoto: ZTKS

Schon die Genehmigung der Klärschlammtrocknungsanlage des Zweckverbandes Thermische Klärschlammverwertung Schwandorf (ZTKS) auf dem Gelände des Müllkraftwerkes Schwandorf wurde – trotz der Komplexität und des Umfangs der Thematik – in Rekordzeit von gerade mal sieben Monaten erteilt. Und so flott geht es weiter!

SCHWANDORF Der Bescheid des Landratsamtes Schwandorf vom 14. Juli konnte bereits Mitte Juli von Landrat Thomas Ebeling an den ZTKS-Verbandsvorsitzenden, Schwandorfs Oberbürgermeister Andreas Feller, übergeben werden. Zwischenzeitlich ist nun auch das Vergabeverfahren für die ersten Gewerke soweit abgeschlossen, dass die Aufträge für diese erteilt und somit nun auch mit dem Bau begonnen werden kann.

ZTKS-Verbandsvorsitzender Feller freute sich, zusammen mit ZMS-Verbandsvorsitzenden, Landrat Thomas Ebeling, Verbandsdirektor Thomas Knoll sowie den Projektbetreuern, Vertretern der Planungsbüros und der Baufirma bei einem Pressetermin auf dem Baugrundstück gleich hinter dem Müllkraftwerk Schwandorf, den offiziellen Startschuss zum Bau dieses für die gesamte Region sehr bedeutsamen Projektes geben zu können.

Die Anlage soll bis Ende 2018 fertiggestellt werden

Aktuell laufen Arbeiten zur Verbesserung der Tragfähigkeit des Baugrundes mittels Rütteldruckverdichtung. Die Fertigstellung der Hochbaumaßnahmen ist für Mai bzw. Juni 2018 vorgesehen. Danach beginnt die Vor-Ort-Montage des Bandtrockners mit geplanter Beendigung Mitte September 2018. Die Inbetriebnahme der Gesamtanlage ist dann ab Mitte Dezember 2018 vorgesehen.

Von den Gesamt-Baukosten in Höhe von etwa 15,9 Millionen (netto) laut Kostenberechnung sind bisher circa 75 Prozent (das entspricht vier von acht Hauptlosen) vergeben. Erfreulich ist, dass etwa ein Drittel der bisherigen Vergabesumme an Firmen aus der Region vergeben werden konnte. 

Die Inbetriebnahme ist zum Ende des Jahres 2018 geplant

In der Anlage sind zwei Mitarbeiter für den Betrieb vorgesehen. Die Instandhaltung wird durch die entsprechenden Fachabteilungen (für das Müllkraftwerk) mit abgedeckt.

Wer ist der ZTKS und welche Aufgabe hat er?

29 Kläranlagenbetreiber aus den Landkreisen Schwandorf, Amberg-Sulzbach, Neustadt a.d. Waldnaab und Regensburg haben sich zum Zweckverband Thermische Klärschlammverwertung Schwandorf, kurz ZTKS zusammengeschlossen. Ziel dieses Verbandes ist es, in Schwandorf eine Klärschlammtrocknungsanlage zu errichten. Der Standort wird östlich des Müllkraftwerks auf dem Gelände des Zweckverbandes Müllverwertung Schwandorf (ZMS) liegen. Dieser ist ebenfalls Gründungsmitglied des Verbandes und wird die Anlage künftig auch betreiben.

Die Klärschlammtrocknungsanlage

Die Klärschlammtrocknungsanlage wird hauptsächlich aus Annahme- und Zwischenlagereinrichtungen, der eigentlichen Trocknerhalle mit zwei Bandtrocknern und der notwendigen Abluftreinigung sowie Biofiltern bestehen. Die entstehenden Abwässer sollen über eine eigene Druckleitung direkt zur Verbandskläranlage Schwandorf abgeleitet werden. Das Material wird von rund 25 Prozentz Trockensubstanzgehalt (das heißt circa 75 Prozent Wassergehalt) auf über 90 Prozent getrocknet und anschließend als Ersatzbrennstoff, zum Beispiel im Zementwerk verwendet. Eine Verbrennung des Trockengutes im Müllkraftwerk ist nicht vorgesehen. Die Trocknungsanlage benötigte aufgrund der geplanten Durchsatzleistung eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung mit Öffentlichkeitsbeteiligung. Zuständig für die Genehmigung war das Landratsamt Schwandorf. Neben den "standardmäßigen" Anforderungen zur Minimierung der Umweltbeeinträchtigungen wurde dort ganz besonderes Augenmerk auf den Schutz der Anwohner vor Lärm und Gerüchen gelegt.


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