12.04.2017, 20:48 Uhr

Kulturelles Auf den Spuren des Ritters von Koch im Elsass

Foto: Historischer Arbeitskreis für Teublitz und seine OrtsteileFoto: Historischer Arbeitskreis für Teublitz und seine Ortsteile

Im Jahr 1738 wurde Conrad Reinhard Ritter von Koch in Buchsweiler im Elsass geboren, 1821 starb er im Alter von 82 Jahren in Teublitz und wurde in der Gruftkapelle in Saltendorf bestattet.

TEUBLITZ Sein Leben hatte er als Gesandter Oldenburgs und Lübecks am Immerwährenden Reichstag des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation in Regensburg vor allem in den Dienst der Diplomatie und der Politik gestellt. Als Sohn einer bürgerlichen protestantischen Beamtenfamilie aus der Grafschaft Hanau-Lichtenberg schaffte er durch diplomatische Karriere und Heirat den Aufstieg zum Adeligen mit eigenem Patrimonialgericht in Teublitz, wo er unter anderem begann, den Schlosspark anzulegen.

Auf den Spuren des Ritters von Koch begab sich der Historische Arbeitskreis für Teublitz und seine Ortsteile am vergangenen Wochenende zunächst nach Buchsweiler. Dort erfuhr man bei Führungen durch das Museum des Hanauer Landes und die Stadt interessante Details über die Geschichte der Grafschaft Hanau-Lichtenberg sowie die Lebensumstände und Biographien der Beamtenfamilien in der dortigen Residenzstadt. Bei sommerlichem Wetter bewunderten die Teilnehmer der Busreise dort und am Sonntag bei einer Stadtführung und einer Bootsfahrt auf der Ill in Straßburg unter anderem die malerischen Fachwerkhäuser und das weltberühmte Straßburger Münster. In der protestantischen Thomaskirche besuchten einige Teilnehmer außerdem das Grab des Bruders Conrad von Kochs, Christoph Wilhelm, der in Straßburg Professor für Staatsrecht und Geschichte gewesen war. Da am Regensburger Reichstag nicht nur die Gesandten der deutschen Reichsstände tätig waren, sondern auch Gesandte aus ganz Europa des politische Geschehen beobachteten, kann dieser durchaus als ein Vorläufer des heutigen Europaparlaments in Straßburg betrachtet werden, das die Gruppe am Montag besichtigte. Neben der kulturellen und politischen Geschichte kam bei der Reise in den Weinstuben und Restaurants Straßburgs sowie bei einer Weinprobe auf der Heimfahrt in Bad Dürkheim auch das leibliche Wohl nicht zu kurz.


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