03.04.2017, 20:15 Uhr

Investitionssumme: 11,3 Millionen Euro Das BRK stellt Pläne für Neubau eines Seniorenheims und einer Kinderkrippe vor

Foto: Stadt BurglengenfeldFoto: Stadt Burglengenfeld

Millionenprojekt an der Dr.-Kurt-Schumacher-Straße: Der BRK-Kreisverband hat jetzt offiziell bei der Stadt Burglengenfeld den Bauantrag für den „Ersatzneubau eines Senioren-Wohn- und Pflegeheimes mit integrierter Kinderkrippe“ eingereicht.

BURGLENGENFELD Altlandrat Volker Liedtke, Vorsitzender des BRK-Kreisverbands, sagt: „Ich glaube, es ist ein besonderes Projekt.“ Dies unterstreicht allein die voraussichtliche Investitionssumme von rund 11,3 Millionen Euro.

Die besondere Bedeutung, die das BRK dem Bauvorhaben beimisst, zeigt bereits die Tatsache, dass die Unterlagen für den Bauantrag nicht einfach per Post an die Stadtverwaltung übersandt wurden. Vielmehr kamen Volker Liedtke, BRK-Kreisgeschäftsführer Otto Josef Langenhan und Heimleiter Peter Viehauser persönlich ins Rathaus, um den Antrag an Bürgermeister Thomas Gesche, Bauamtsleiter Gerhard Schneeberger und Stadtbaumeister Franz Haneder zu überreichen.

Liedtke sagte, er freue sich sehr, dass er eine seiner letzten Amtshandlungen als BRK-Kreisvorsitzender in seiner Heimatstadt ausführen dürfe. Hintergrund: Am Freitag, 7. April, stehen beim BRK-Kreisverband Neuwahlen an, der Altlandrat kandidiert nicht erneut für den Vorsitz. Liedtke machte deutlich, dass das Burglengenfelder Senioren Wohn- und Pflegeheim des BRK einen guten Ruf habe. Die Auslastung liege bei 100 Prozent, es gebe lange Wartelisten. Der Kreisvorsitzende räumte offen ein, dass der bauliche Zustand derzeit „nicht optimal“ sei. „Wir wollen nun einen Zustand schaffen, der dem positiven Image und dem guten Ruf des Hauses entspricht.“ Geplant sei kein reiner Zweckbau, sondern ein architektonisch ansprechendes Gebäude, das auch „etwas fürs Auge“ biete.

BRK-Kreisgeschäftsführer Otto Josef Langenhan bezeichnete die nun vorliegenden Pläne und das damit verbundene Konzept als „modern, innovativ und attraktiv. Ich bin absolut überzeugt von dieser Lösung“. Allein die Kombination von Senioren-Wohnheim und Kinderkrippe unter einem Dach sei alles andere als alltäglich – „viel besser kann man es nicht hinkriegen“. Laut Leiter Peter Viehauser werde man in Burglengenfeld in Zukunft „kein klassisches Seniorenheim“ mehr vorfinden. Vielmehr setze man in weiten Teilen auf ein „Wohngruppen-System“. Kurz zusammengefasst könne man sagen, die Senioren würden „von der eigenen Wohnung in eine andere Wohnung“ umziehen. Ziel sei es, den von zuhause gewohnten Alltag so weit wie möglich auch im Heim zu erhalten. Kurzzeitpflegeplätze würden ebenso angeboten, wie Zwei-Bett-Zimmer für Ehepaare, die den Lebensabend gemeinsam verbringen möchten.

Die Verantwortlichen hoffen nun auf das gemeindliche Einvernehmen im Burglengenfelder Stadtrat sowie im Anschluss auf eine rasche Baugenehmigung durch das Landratsamt in Schwandorf. Läuft alles nach Plan, so könnten heuer noch zumindest vorbereitende Arbeiten beginnen. Insgesamt geplant sind vier Bauabschnitte bis zur Fertigstellung im Jahr 2022.

Der erste Schritt wäre der Abbruch des bestehenden Verwaltungsgebäudes und des Speisesaals. Es sollen folgen der Neubau 1 mit 42 Plätzen im 1. und 2. Obergeschoss sowie der Neubau des Verwaltungstraktes und der Kinderkrippe. Diese soll – wenn alles nach Plan läuft – mit zwölf Ganztagesplätzen im Jahr 2018 in Betrieb genommen werden.

Im zweiten Bauabschnitt vorgesehen sind der Umzug der Bewohner aus dem Altbestand direkt an der Dr.-Kurt-Schumacher-Straße ins neue Gebäude und der Abbruch des der Schumacher-Straße zugewandten Altbaus. An dessen Stelle soll der Neubau 2 mit 62 Plätzen entstehen.

Wie mit dem Waschbetonbau im rückwärtigen Teil des BRK-Geländes weiter verfahren wird, ist derzeit noch nicht endgültig geklärt. Hier will das BRK im Jahr 2022 „nach finanziellen Möglichkeiten und Bedarf“ entscheiden. Volker Liedtke machte keinen Hehl daraus, dass das Burglengenfelder Bauvorhaben für den BRK-Kreisverband einen „enormen finanziellen Kraftakt darstellt“.

Liedtkes ausdrücklicher Dank „für die hervorragende Zusammenarbeit“ galt dem Bürgermeister und der Stadtverwaltung Burglengenfeld. Thomas Gesche gab das Lob zurück: Der bereits erfolgreich angelaufene Waldkindergarten, die neue Kinderkrippe und nicht zuletzt das neue Wohn- und Pflegeheim für Senioren: „Ich denke, das BRK ist in Burglengenfeld bestens für die Zukunft aufgestellt“.


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