02.07.2016, 16:47 Uhr

Politik Wanderausstellung über Menschenrechte im Iran jetzt in Maxhütte-Haidhof zu sehen

Foto: Amnesty International, Kreisgruppe SchwandorfFoto: Amnesty International, Kreisgruppe Schwandorf

"Frauen sind im Iran durch etliche Sondergesetze in ihren Freiheiten eingeschränkt. Für die iranische Justiz ist es daher um einiges leichter bei Frauen, bei deren Engagement für Menschenrechte Vorwände für Repressalien zu finden. Und doch sind gerade Frauen das Herz der Menschenrechtsbewegung im Iran", so Amnesty International. Mit einer Ausstellung im Mehrgenerationenhaus in Maxhütte-Haidhof wird deren langjähriges Engagement nun gewürdigt.

MAXHÜTTE-HAIDHOF Barbara Beck von Amnesty International, Kreisgruppe Schwandorf, eröffnete im Beisein von Landrat Thomas Ebeling, stellvertretenenden Landrat Arnold Kimmerl und Stadtrat Eduard Schäffer die Wanderausstellung. In ihr werden 19 Frauen und zwei Männer portraitiert, die sich in vielfältiger Weise für die Einhaltung der Menschenrechte engagieren: das Zentrum für Menschenrechtsverteidiger, geründet von der Friedensnobelpreisträgerin von 2003, Shirin Ebadi, das Komitee der Menscherechtsreporter, die Kampagne "Stoppt Steinigungen" und die Mütter des Laleh-Parks.

Im Iran drohten Menschenrechtsaktivisten, Journalisten sowie friedlichen, gewaltlosen Demonstrantinnen auch langjährige Haftstrafen unter anderem wegen der "Teilnahme an illegalen Versammlungen", "Propaganda gegen das System", "Missachtung von Polizeibefehlen", Teilnahme an Konferenzen in Berlin und Annahme von Menschenrechtspreisen aus Nürnberg. Bei den Prozesse würden internationale Rechtsstandards missachtet, Folter sei üblich, so Amnesty International. Da der Iran mit dem Atomabkommen aus der jahrelangen Isolierung wieder die internationalerBühne betrete, rief Beck Teilnehmer von politischen oder wirtschaftlichen Delegationen auf, bei den Besprechungen das Thema Menschenrechte nicht zu vergessen.

Die Ausstellung wurde anschließend im Gedenken an den Gründungsanlass von Amnesty International mit einem "Toast auf die Freiheit" eröffnet. Die Ausstellung kann bis 10. Juni zu den normalen Öffnungszeiten des Mehrgenerationenhauses individuell besichtigt werden. Führungen können mit Willi Rester unter der Telefonnummer 09471/ 950085 vereinbart werden. Da Amnesty Schwandorf ausschließlich ehrenamtlich arbeitet, ist eine rechtzeitige Anmeldung nötig. Es liegt ein Ausstellungskatalog aus, für den eine kleine Spende zur Unkostendeckung erbeten wird. Die Ausstellung wandert anschließend in den Bürgertreff in Burglenfeld.


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