23.02.2016, 18:34 Uhr

Ermittlungen Kripo kann Übergriff auf Asylbewerberheim in Bruck klären – Tatverdächtiger festgenommen

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Wie berichtet, warf ein bis dato Unbekannter in der Nacht vom 6. auf den 7. Februar eine Flasche gegen das Rollo einer Asylbewerberunterkunft in Bruck. Zudem wurden vor der Unterkunft mehrere Zettel mit fremdenfeindlichen Parolen abgelegt. Die Beamten, der auch zur Aufklärung dieser Straftat gegründeten Ermittlungsgruppe (EG) "07.02." der Kriminalpolizeiinspektion Amberg, nahmen am Montag, 22. Februar, einen dringend Tatverdächtigen fest.

BRUCK Am 7. Februar gegen 0.20 Uhr rief ein Bewohner der Asylbewerberunterkunft in der Unteren Bachgasse bei der Integrierten Leitstelle Amberg an und teilte mit, dass eine Flasche gegen ein Fenster der Unterkunft geworfen wurde. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass ein zu diesem Zeitpunkt noch Unbekannter eine leere Flasche gegen das Rollo eines Erdgeschossfensters geworfen hatte. Das Wurfgeschoss ging dabei zu Bruch. Zudem befanden sich vor dem Gebäude mehrere Zettel mit fremdenfeindlichen Parolen.

Bereits kurze Zeit nach der Aufklärung eines Angriffs gegen ein Asylbewerberheim in Hirschau gelang es den Ermittlern der Kripo Amberg nun, die Tat in Bruck zu klären. Während der intensiven Ermittlungen im Nahbereich von Bruck und auch im weiteren Umfeld, führte die beschleunigte Auswertung der am Tatort gesicherten Spuren die Ermittler auf die Spur eines 38-jährigen, in Bruck wohnhaften Mannes, den die Beamten gestern widerstandslos festnahmen. Am gleichen Tag durchsuchten sie aufgrund eines Durchsuchungsbeschlusses des Amtsgerichtes Amberg seine Wohnräume. Bei der umfangreichen Durchsuchungsaktion wurden Gegenstände sichergestellt, die möglicherweise mit der Tat in Verbindung zu sehen sind. Dies bedarf jedoch noch einer weiteren gutachterlichen Abklärung. Bei seiner Vernehmung durch die EG "07.02." räumte der 38-Jährige die Tat ein. Als Motiv gab er an, ein "schlechtes Verhältnis" gegenüber Ausländern zu haben. Aus diesem Grund wollte er ihnen Angst machen und sich Respekt verschaffen. Nach jetzigem Ermittlungsstand wird von einer Alleintäterschaft des Mannes ausgegangen. Bislang trat er wegen politisch motivierter Straftaten nicht in Erscheinung, ist der Polizei jedoch wegen anderer Delikte nicht unbekannt.


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