26.06.2014, 14:42 Uhr

Wirtschaft Die F.A.Z. und Maschinenfabrik Reinhausen diskutierten in Regensburg über Megatrends

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Das F.A.Z. Institut und die Maschinenfabrik Reinhausen (MR) haben zum TOP Transfer Forum nach Regensburg geladen. Über 130 Teilnehmer namhafter Unternehmen waren am 25. Juni in den Räumlichkeiten der MR zu Gast, um sich intensiv mit dem Megatrend Industrie 4.0 und der Frage, wie Lean Management von Industrie 4.0 profitieren kann, zu beschäftigen.

REGENSBURG Zu Beginn der Veranstaltung beschäftigten sich drei Impulsvorträge mit den Schwerpunkten Industrie 4.0 und Lean Automation. Im Mittelpunkt standen ebenfalls Chancen und Risiken sowie das Thema „Wirtschaftlichkeit“. Anschließend konnten sich die Teilnehmer im Rahmen von Workshops, Vortragssessions und Diskussionen umfassende und tiefe Einblicke verschaffen und Lösungsansätze finden. Insgesamt 22 hochkarätigen Referenten und Coaches aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung haben einen breiten Bogen gespannt und unterschiedliche Blickwinkel und Sichtweisen auf diesen zukunftsweisesenden Themenkomplex gewährt.

Die Verbindung von Industrie 4.0 und Lean Production kam bei den Teilnehmern sehr gut an. „Das war eine ausgezeichnete Idee“, bestätigte Prof. Detlef Zühlke, wissenschaftlicher Direktor und Leiter Innovative Fabriksysteme, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI). „Während Lean Production aufgrund seines Wirtschaftsfaktors sehr positiv gesehen wird, ist Industrie 4.0 weiterhin ein gewisser Unsicherheitsfaktor. Durch die Kombination beider Themen lassen sich die Ansätze von Industrie 4.0 besser vermitteln und Vorteile der Synergien aufzuzeigen.“ „Das Forum und die sehr anschaulichen Vorträge haben sicher dazu beigetragen, Ängste abzubauen“, ergänzt Prof. Werner Brick, Technische Hochschule Regensburg und Generalbevollmächtigter ROI Managment Consulting AG. „Industrie 4.0 ist ein sehr theoretische-akademische Thema. Die praxisnahen Vorträge zeigten auf, was durch den sinnvollen Einsatz von Industrie 4.0 in der Produktion möglich ist.“

Zentrale Punkte des Forums waren die Interaktion von Mensch, Maschine und IT, Datensicherheit und Beispiele aus der Praxis. Die Zukunft ist in einigen Vorzeigefirmen schon Realität – so auch bei MR. Davon konnten sich die Besucher im Rahmen einer Best-Practice-Führung überzeugen und zeigten sich beeindruckt, wie Industrie 4.0 in der Hochleistungsfertigung bei MR umgesetzt und gelebt wird. Das Unternehmen hat vor vielen Jahren in der Fertigung den Grundstein für Industrie 4.0 gelegt und kann auf über 25 Jahre Expertenwissen im Bereich MES, Shopfloor und Werkzeugdatenbank zurückblicken. „Die MR ist mit dem eigenen System MR-CM® ein absoluter Vorreiter. MR-CM bietet auch für viele andere zerspanende Betreibe die Möglichkeit eines echten Effizienzschubs“, zeigte sich Prof. Brick begeistert.

Die von Holger Paul (Frankfurter Allgemeine Zeitung) moderierte Paneldiskussion mit dem Titel „Der Weg zu Zukunftsproduktion 2030“ bildete den Schlusspunkt der Veranstaltung und verdeutlichte die Wichtigkeit und die Chancen einer digitalen und vernetzten Produktion für einen weiterhin attraktiven Produktionsstandort Deutschland.

Das TOP Transfer Forum bei MR war komprimiertes Expertenwissen gepaart mit einer vielfältigen Themenauswahl und Networking auf höchstem Niveau. Dementsprechend positiv fiel das Fazit von Mitveranstalter Johann Hofmann, Geschäftsbereichsleiter ValueFacturing® Maschinenfabrik Reinhausen aus. „Sowohl die Teilnehmer als auch Referenten waren Hochkaräter im Bereich der deutschen Produktion. Das Top Transfer Forum war ein Riesen-Schritt, um Industrie 4.0 in der deutschen Produktion zu etablieren und damit die Wirtschaftlichkeit des Fertigungsstandorts Deutschland zu sichern.“


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