19.03.2014, 16:01 Uhr

Stichwahl um den Landratsposten Duell der "Übermächtigen": Aumer gegen Schweiger

Foto: Michael HopperFoto: Michael Hopper

Mit dieser Stichwahlbesetzung haben viele gerechnet, dass aber Tanja Schweiger (Freie Wähler) am Ende sogar die Nase gegen Peter Aumer (CSU) vorne hatte, das war für viele dann doch überraschend.

LANDKREIS REGENSBURG Der Jubel war groß, als das Ergebnis im Landratsamt angezeigt wurde: Tanja Schweiger holte 43,19 Prozent (40.280 Stimmen), Peter Aumer 42,60 Prozent (39.733 Stimmen). Auf Paula Wolf (SPD) entfielen 6,7 Prozent (6.245 Stimmen), auf Maria Scharfenberg (Grüne) 4,09 Prozent (3.810 Stimmen), Klaus-Dieter Lang (ÖDP/PU) erreichte 2,37 Prozent (2.207 Stimmen), Stefan Potschaski (FDP) 1,06 Prozent (985 Stimmen). Stichwahl also am 30. März.

Wolf und Potschaski gestanden ein, dass der Gegner so "übermächtig" war (Wolf). Es sei klar gewesen, "dass die Wahl allein auf zwei Kandidaten hinauslaufen" wird (Potschaski).

Tanja Schweiger zeigte sich entsprechend erfreut, die Stimmung sei gut bei den Freien Wählern. Das gute Abschneiden zum Beispiel in Neutraubling sei für sie ein Anhaltspunkt gewesen, dass es im gesamten Landkreis gut aussehen könnte. Am Dienstag standen dann die Beratungen an, wie man nun in den Stichwahlkampf gehen werde. Mit Wahlempfehlungen der unterlegenen Parteien rechnet Schweiger nicht. "Sie sollen einfach dazu aufrufen, überhaupt wählen zu gehen!"

Auch Peter Aumer bereitet sich bereits auf die Stichwahl vor, am Montagabend hatte sich der CSU-Kreisvorstand getroffen. Die 77 Ortsvereine mit über 4.000 Mitgliedern des Landkreises stünden geschlossen hinter ihm, so Aumer im Wochenblatt-Gespräch. Am Montag habe man bereits die Strategie für den Stichwahlkampf besprochen, Ziel sei es nun, viel nach draußen zu gehen und "vielen Menschen zu begegnen". Noch habe der Wähler kein deutliches Signal gesetzt, jetzt gelte es, die Menschen davon zu überzeugen, am 30. März CSU zu wählen, so Aumer kämpferisch. Gerne würde er nach der Wahl als Landrat mit der SPD zusammenarbeiten, hier seien die letzten sechs Jahre von „vertrauensvoller Zusammenarbeit“ geprägt gewesen.

Ob es Wahlempfehlungen geben wird, steht indes noch nicht fest. "Am Mittwoch tagt dann der Kreisvorstand und dieser wird eine Entscheidung treffen“, so der SPD-Kreisvorsitzende Rainer Hummel. Auch bei der FDP will man sich beraten: Am Mittwoch „wird der Kreisvorstand tagen, um bezüglich einer Positionierung zu beraten", so Landratskandidat Stefan Potschaski.

Da der Abstand zwischen Aumer und Schweiger nicht groß ist, es waren letztlich nur 547 Stimmen, ist hier noch nichts entschieden, der Wahlausgang ist völlig offen. Sicher ist nur eines: Am 30. März fällt eine Entscheidung.


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