18.03.2014, 19:11 Uhr

Studie Trotz steigender Preise: Immobilien in Regensburg bleiben attraktiv

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In Regensburg sind die Preise für Wohnimmobilien zuletzt kräftig gestiegen.

REGENSBURG Laut einer Studie des Instituts für Immobilienwirtschaft der Universität Regensburg (IREBS), die im Auftrag der Deutschen Bank erstellt wurde, erzielten Regensburger Eigentumswohnungen 2013 durchschnittlich rund 3.600 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht einem jährlichen Preisanstieg von 8,5 Prozent seit 2009. Im gleichen Zeitraum haben sich die Mieten mit einem Jahresplus von jeweils 5,1 Prozent nur geringfügig langsamer entwickelt. Die Mietrendite in Regensburg ist damit weitgehend konstant geblieben, sie betrug 2013 im Schnitt 3,3 Prozent.

"Angesichts des weiterhin niedrigen Zinsniveaus suchen viele Anleger nach Alternativen zu den Finanzmärkten“, so Manfred Markl, Filialdirektor in Regensburg. „Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit erbringen nur eine Rendite von unter zwei Prozent, was nach Inflation und Steuern zu realen Wertverlusten führen kann. Die Mietrendite von Regensburger Wohnimmobilien liegt auch nach den jüngsten Preissteigerungen deutlich über diesem Wert. Immobilien in Regensburg bleiben daher für Anleger attraktiv."

Keine Immobilienblase

Die aktuelle Marktbelebung in Deutschland folgt auf eine lang anhaltende Phase stagnierender Preise, wie die Autoren der Immobilienstudie betonen. Von 1998 bis 2008 hatte es in keiner deutschen Stadt einen Preiszuwachs von mehr als zwei Prozent im Jahr gegeben. Darüber hinaus fehlen bis heute die typischen Merkmale einer Immobilienblase, wie zum Beispiel eine lockere Kreditvergabe. In den meisten Städten spiegelt der Preisanstieg weitgehend die Mietsteigerungen wider. Dies weist darauf hin, dass die höheren Preise auf ein knappes Angebot an Wohnraum zurückgehen und nicht auf spekulative Übertreibungen.

Auch 1B-Lagen können interessant sein

Manfred Markl erwartet daher, dass die starke Nachfrage nach Sachwerten anhält: „Im laufenden Jahr könnte der Preis von Neubauwohnungen bundesweit um fünf Prozent steigen.“ Viele in- und ausländische Kapitalanleger haben sich zuletzt vor allem für Immobilien in Top-Lagen der deutschen Großstädte interessiert, was dort zu einem überdurchschnittlichen Preisanstieg geführt hat. Manfred Markl empfiehlt Immobilienanlegern in Regensburg daher, auch über 1B-Lagen nachzudenken, die unter Umständen mehr Entwicklungspotenzial besitzen und höhere Auszahlungsrenditen ermöglichen. Selbst weniger nachgefragte Lagen könnten seiner Ansicht nach interessante Chancen bieten, da hier die Nachfrage nach Wohnraum aufgrund der positiven Entwicklung des Arbeitsmarktes und der Nettozuwanderung nach Deutschland stark gestiegen ist.

Deutliches Ost-West-Gefälle

Mehr als zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung zeigen die Immobilienpreise in Deutschland weiterhin ein deutliches Ost-West-Gefälle. Die Preise für Neubauwohnungen in den zehn teuersten Städten Westdeutschlands liegen demnach durchschnittlich um gut 60 Prozent höher als in den zehn beliebtesten Städten des Ostens. Besonders teuer ist Wohnraum in München mit einem Preis von über 5.500 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Hamburg und Frankfurt am Main. Seit 2009 haben die Preise für neue Wohnungen in Deutschland im Schnitt um jährlich rund 5,5 Prozent zugelegt.


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