03.02.2014, 20:12 Uhr

Eishockey-Oberliga Trainerdebatte beim EVR: Was wird aus Rob Leask?

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Nach der blamablen Niederlage gegen Schweinfurt werden im Umfeld des EVR die Rufe nach einer Trainerentlassung immer lauter. Vorstand und Sportliche Leitung planen für diese Woche intensive Gespräche – an Rob Leask will man aber anscheinend festhalten.

REGENSBURG Die Gründe für die Fan-Kritik an Rob Leask sind zahlreich. Vielen ist der 42-Jährige zu ruhig, einigen schlicht zu unerfahren, wieder andere wollen festgestellt haben, dass er die Mannschaft nicht mehr erreichen kann. Ivo Stellmann-Zidek, Vorstand des EVR, lehnt speziell die letzte Unterstellung ab. Zwischen der Mannschaft und den Trainer sei die Stimmung gut, das hätten die jüngsten Gespräche mit dem Team gezeigt.

Doch sowohl Stellmann-Zidek als auch der Sportliche Leiter Martin Ancicka sind sich einig, dass die aktuelle sportliche Lage ernst ist. Für die kommenden Tage sind laut Ancicka daher „intensive“ Gespräche geplant. Das bestätigt auch der EVR-Vorsitzende, die Personalie Rob Leask sei dabei aber nicht die dringlichste - mehr wollten beide darüber nicht preisgeben. Denn sowohl Stellmann-Zidek als auch Ancicka sind der Meinung, dass der Trainer nicht das Hauptproblem sei. Für den Vorstand stehen vor allem die Spieler in der Pflicht: „Was wir bräuchten wäre ein echter Führungsspieler auf dem Eis – einer, der die Mannschaft wirklich mitreißen kann.“ Den sucht man derzeit in der Tat vergebens, Kapitän Fical taucht zu oft unter und der erfahrene David Musial braucht wohl noch mehr Zeit um diese Rolle ausfüllen zu können.

In den Gesprächen in den kommenden Tagen soll es laut Stellmann-Zidek vor allem „um etwas in Richtung Motivation“ gehen. Das bringt unweigerlich auch den Namen Martin Helmig ins Spiel. Der aktuelle Legionäre-Trainer war im Winter 2011/2012 schon einmal beim EVR eingesprungen. Zunächst als Motivationstrainer, nach der Entlassung vom damaligen EVR-Coach Günter Eisenhut sogar als Interimstrainer. Gut möglich also, dass Helmig dem Verein wieder helfen wird, dem widerspricht auch der EVR-Vorstand nicht.

Am Ende vielleicht ja sogar auch wieder als Interimstrainer. Denn auch wenn Ancicka und Stellmann-Zidek noch hinter Leask stehen, scheint der Trainer angezählt. Es bleibt abzuwarten, was die Gespräche im Laufe der Woche ergeben werden. Aufräumen möchte der EVR-Vorsitzende aber vor allem mit einem Gerücht: Die zuletzt schwache Leistung der Mannschaft hänge nicht damit zusammen, dass Gehälter nicht gezahlt wurden. „Da gibt es keine Probleme,“ so Stellmann-Zidek. Denn trotz der sportlichen Talfahrt bleibt festzuhalten, dass zumindest der Schuldenabbau in dieser Spielzeit gut vorankam.


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