18.10.2013, 11:43 Uhr

Ausstellung zum Thema Feuer Es brennt und lodert in der Sparkassenzentrale

Foto: Ursula HildebrandFoto: Ursula Hildebrand

"Es brennt und lodert in der Sparkassenzentrale", mit diesen Worten eröffnete Marcus Spangenberg am Donnerstag, 17. Oktober, eine besondere Veranstaltung. Und dabei ging es nicht um eine Großübung der Feuerwehr, sondern um eine Ausstellung zum Thema "Feuer – künstlerische Positionen zu einem Grundelement".

REGENSBURG Seit fast 20 Jahren ist es gute Tradition, dass die Sparkasse Regensburg in Ausstellungen regionalen Künstlern aus der Oberpfalz und aus Niederbayern die Chance gibt, ihre Werke in den 50 Filiale, im City-Center in der Innenstadt und in der Zentrale in der Lilienthalstraße zu zeigen. Und so hatten sich 2013 fünf Künstlerinnen und Künstler mit dem Element Feuer befasst. Diese Ausstellung bildet zugleich den Abschluss einer vierteiligen Reihe zu den Elementen Erde (2010), Luft (2011) und Wasser (2012). Die Sparkasse sei zu einer "permanenten, großen Galerie" geworden.

Sparkassen-Vorstandsmitglied Dr. Rudolf Gingele zeigte sich "sehr beeindruckt", wie die fünf Künstler mit dem Thema Feuer umgegangen sind. Er freute sich sehr, erneut hochkarätige Werke in den Räumen der Sparkasse zeigen zu können, denn Kunst lebe nicht nur alleine vom machen. "Kunst zu machen, ist das eine, man muss aber auch drüber reden", so Gingele.

Kunst und Kultur haben auch immer etwas mit dem Wohlfühlen zu tun, so Gingele. Und da man als Sparkasse regional verwurzelt und auch abhängig vom Wohlergehen der Region sei, habe man ein Interesse daran, dass es den menschen und damit der Region gute gehe. Ohne Kunst gebe es keine Inspiration und ohne Inspiration gehe nichts vorwärts. Deshalb habe es sich die Sparkasse auf die Fahne geschrieben, Kunst und Kultur fördern zu wollen. 

Die Kunstsammlung der Sparkasse umfasse mittlerweile rund 1.300 Werke – und auch aus der aktuellen Ausstellung werde man wieder Werke ankaufen und die Sammlung so erweitern. Man lege aber Wert darauf, dass es keine rein Ansammlung von Kunst sei, sondern eine echte Kunstsammlung, so Gingele.

Marcus Spangenberg, selbst ausgewiesener Kunstkenner und Mitglied des Kunstbeirates der Sparkasse Regensburg, betonte, dass alle fünf Künstler – Ana Matt, Paula-Jiun No, Liz Zitzelsberger, Hans Lankes und Hans-Peter Müller – die Werke extra für die Ausstellung angefertigt haben. Insgesamt werde deutlich, dass man ein einziges Thema von vielen verschiedenen Seiten betrachten und dann auch völlig unterschiedlich umsetzen kann. 

Ana Matt empfand es als schöne Herausforderung wieder einmal auf Papier zu arbeiten. Das Thema Feuer war für sie sehr spannend, man könne es vielseitig betrachten. Die Besonderheit bei Paula-Jiun No liegt darin, dass sie sogar das Papier, das sie für ihre Werke benutzt, selber gemacht hat, hier hätte sie dann die weiteren Elemente – Erde, aus dem Bäume für das Papier gewachsen sind, Feuer und Wasser für die Herstellung des Papieres und Luft, die für die Trocknung wichtig ist. Feuer sei oft das Ende, bewirke aber so einen Neuanfang. Liz Zitzelsberger befasst sich an sich eher mit der Natur als mit dem Feuer als Thema für ihre Werke. Aich für sie ist Feuer der "Beginn von Werden und Vergehen", verbrannte Erde sei fruchtbar, so könne neues Leben wachsen. Sie hat in ihren Werken tatsächlich auch verbranntes Holz und Asche verwendet, sie hat Papier durch Feuer zerstört, um neue Bildräume zu entwickeln. Hans Lankes hat bei seinem Messerschnitten auf Farbe verzichtet, seine Werke erscheinen in feinem Schwarz auf weißem Grund. Seine Bilder zeigen Feuer im übertragenem Sinn: für etwas brennen, Dir brennt der Hut. Hans-Peter Müller wollte eigentlich bereits beim Thema Wasser dabei sein. Damals hatte es aus Zeitgründen nicht funktioniert: Doch auch das Thema Feuer konnte ihn inspirieren. Seine Ideen suchte er vor allem in den Feuermythen. Feuer bedeute immer Verwandlung: Übergang in einen anderen Aggregatzustand oder auch Vergeistigung, diese Verwandlung sei in seinen Bildern enthalten.

Insgesamt 63 Werke zeugen von dieser Vielfalt, vom Werden und Vergehen, von Licht und Schatten. Sie sind noch bis zum 17. Januar 2014 im Foyer der Sparkassenzentrale in der Lilienthalstraße 5 zu sehen.  


0 Kommentare