19.09.2013, 12:01 Uhr

Ausgesperrt Regensburger Schlüsseldienst mit mieser Abzockmasche?

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Ein Rentner macht seinem Ärger über die "unverschämte Abzockerei" eines Regensburger Schlüsseldienstes Luft. Doch die Firma rechtfertigt sich, es wäre alles mit rechten Dingen zugegangen und der Preis wäre völlig normal.

REGENSBURG Wohnungstür zu, Schlüssel drin, so etwas passiert immer wieder einmal. Und dann ist man froh, wenn ein Schlüsseldienst zur Stelle ist, der einem die Tür wieder öffnet. Doch diese Notlage wird auch immer wieder ausgenutzt und die Schlüsseldienste verlangen teils horrende Preise von ihren Kunden. 

"Abzockerei" ohne Quittung?

Einen solchen Fall schildert Ferdinand Bäumel, dessen Ex-Frau sich am Montag, 2. September, in der Mittagszeit in der Regensburger Innenstadt ausgesperrt hatte. Sie rief einen Regensburger Schlüsseldienst, der innerhalb kürzester Zeit kam und ihrer Wohnungstür in wenigen Minuten öffnete – so weit so gut. Doch dann verlangte der Mann vom Schlüsseldienst "im recht barschen Ton" 120 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Eine Quittung soll er der Dame nicht ausgestellt haben. Nun prangert Bäumel diese Masche an, welche Menschen in Notlagen ausnütze: "Das ist eine unverschämte Abzockerei von Leuten, die überraschend in eine missliche Lage gekommen sind".

"Ich habe mir nichts vorzuwerfen"

Das Wochenblatt machte den Regensburger Schlüsseldienst ausfindig und fragte nach, was es mit diesen Vorwürfen auf sich habe. Der Inhaber des Schlüsseldienstes entgegnete, dass alles nach rechten Dingen zugegangen sei und ganz normal eine Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer ausgestellt worden sei: "Ich habe mir nichts vorzuwerfen", so der Besitzer. Auch der Preis von ungefähr 120 Euro mit Mehrwertsteuer, sei völlig normal: "In Regensburg ist das ein ganz normaler Preis."  Und der Schlüsseldienst-Betreiber erklärte, warum diese Preis gerechtfertigt seien, schließlich habe man durch die 24-Stunden-Bereitschaft viele laufende Kosten. 

Ob diese stolzen Preise nun gerechtfertigt sind oder nicht, ist fraglich. Wenn allerdings hier Steuern hinterzogen wurden, ist das keine Lappalie mehr.


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