21.07.2010, 11:59 Uhr

Katzen geht es an den Kragen

In Oberachdorf bei Wörth an der Donau geht die Angst vor Katzenfängern um. „Zwei meiner drei Stubentiger sind in diesem Monat bereits verschwunden“, berichtet Christine Koth empört.

REGENSBURG Schön sieht Kater „Floh“ nach dem Haarschnitt nicht gerade aus. Seine Besitzerin hat ihm absichtlich einen komischen Stufenschnitt verpasst, um ihn vor Katzenfängern zu schützen. Denn Christine Koth ist sich sicher: „In Wörth/Donau wurden Katzen eingefangen und verschleppt. Sie selbst hat mit Gismo und Rico zwei Stubentiger verloren.

„Zunächst habe ich mir nicht viel dabei gedacht, als der einjährige, schwarze Kater Gismo am Dienstag, 6. Juli, nicht mehr nach Hause kam“, berichtet die Katzenbesitzerin. Ihre Tiere verfügten über viel Freiheit und würden manchmal erst nach mehr

Familie Koth fuhr mit Freunden die benachbarten Felder ab. Sämtliche Anrainer und Landwirte in der Umgebung wurden befragt und auch die Bau- und Straßenarbeiter angesprochen, ob sie ein totes Tier gesehen hätten. Gismo und Rico blieben wie vom Erdboden verschluckt.

Als die besorgten Besitzer zufällig erfuhren, dass auch andere Katzen in Wörth an der Donau verschwunden sind, läuteten plötzlich die Alarmglocken. „Da sind Katzenfänger am Werk“, ist sich Christine Koth sicher. Sie äußerte auch einen Verdacht: „Immer nach einer Kleider- oder anderen Sammlung in einer Ortschaft verschwinden auch Katze.” Ihre Recherche im Internet erhärtete diesen Verdacht. Stichhaltige Beweise für den Zusammenhang gibt es aber nicht. Wenn man in einer Suchmaschine im Internet den Begriff Katzenfänger eingibt, erfährt man u. a., dass in Nachbarkreisen über 150 Samtpfoten verschwunden sein sollen.

Im Netz gibt es auch und ein Forum zu diesem Thema. „Wir wollen die Katzenbesitzer in unserer Region sensibilisieren, damit sie ihre Haustiere nicht aus den Augen verlieren und den Katzen ein grausames Ende ersparen“, warnt Christine Koth. Ihren Floh hat sie unter ständiger Beobachtung. Er genießt zwar nach wie vor alle Freiheiten, doch wenn er einmal ausbleibt, wird gleich nach ihm gesucht.

Mit dem Stufenschnitt wäre sein Fell für eine Rheumadecke zwar kaum noch zu gebrauchen, doch darauf allein will sich seine Besitzerin nicht verlassen. Sie denkt über eine Initiative nach, um skrupellosen Katzenfängern endlich das Handwerk zu legen.


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