19.08.2013, 17:15 Uhr

Thema Bildung Tanja Schweiger informierte sich beim Kinderschutzbund

Foto: Büro SchweigerFoto: Büro Schweiger

Werteerziehung, soziale Kompetenz, gewaltfreie Kommunikation – so lauteten die Kernbegriffe beim Treffen der Landtagsabgeordneten Tanja Schweiger (Freie Wähler) mit Vertreterinnen des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB), Kreisverband Regensburg/Oberpfalz.

REGENSBURG Neben dessen Vorsitzender Frauke Riegelsberger-Ganglmeier nahmen auch Sabine Homeier, ausgebildete Elterntrainerin, sowie Kerstin Radler, Stadträtin der Freie Wähler und Direktkandidatin für den Bezirkstag, an dem Gespräch teil.

Wer die Aktivitäten Tanja Schweigers aufmerksam verfolgt, weiß, dass sie einen großen Teil ihres Engagements dem Thema Bildung widmet. Aktuell unterstützt sie eine Initiative der Landfrauen des Bauernverbands zur Einführung des Fachs Lebenskunde. Hierfür seien 95000 Unterschriften gesammelt worden - "genug, um ein Volksbegehren auf den Weg zu bringen". Eine Wochenstunde zusätzlich, von der ersten bis zur zehnten Klasse – so lautet der Vorschlag der Freien Wähler, um Kindern Alltagskompetenzen zu vermitteln, die derzeit in keinen Schulfach gelehrt werden. 

Sabine Homeier sieht "die Freien Wähler als Bildungspartei", an die sie sich wendet, um Unterstützung für ihr Bestreben zu erhalten, die Lehrerausbildung zu ändern. Der Fokus werde dort zu sehr auf die Fachkompetenzen gerichtet. Dagegen sei der Bereich "soziale Kompetenz unterrepräsentiert". Kerstin Radler pflichtete ihr bei und meinte, ein Verhältnis von 40 (soziale Kompetenz) zu 60 (Fachkompetenz) sei anzustreben. 

Dem Kultusministerium dürfte das Thema nicht neu sein, betonte Tanja Schweiger. Allerdings erhalte sie auf Reformvorschläge zumeist die Antwort: "Das haben wir doch schon alles". Dies hänge jedoch stark von individuell engagierten Lehrerinnen und Lehrern ab, war sich die Runde einig. Dabei wäre es, so Sabine Homeier, "doch recht einfach, Werte fachübergreifend zu vermitteln". Der Wert Freiheit könne im Englisch-Unterricht mit der Rede von Martin Luther King "I have a dream" vom 28. August 1963 thematisiert werden, im Zeichen-Unterricht könnten die Kinder ihrer Phantasie freien Lauf lassen, um ihre eigene Vorstellung von Freiheit zu Papier zu bringen, und auch in den Fächern Deutsch und Geschichte gäbe es genügend Ansätze, über Freiheit zu sprechen. „Es kommt darauf an, Freiheit erlebbar zu machen, um die Kinder in das Gefühl zu bringen, doch das können die Lehrer derzeit nicht, da ihnen die Ausbildung fehlt“, begründet Sabine Homeier ihre Forderung nach mehr „sozialer Kompetenz“ in der Lehrerausbildung. 

Unter dem Motto "Starke Eltern – Starke Kinder" will der DKSB mit Eltern-Kursen dazu beitragen, diese in ihrer Aufgabe als Erzieher zu stärken. Parallel dazu brauche es für eine bessere Werteerziehung nach Ansicht von Frauke Riegelsberger-Ganglmeier sozial kompetentere Lehrer. Das sei Aufgabe der Politik. MdL Tanja Schweiger versicherte, sich weiterhin für die notwendigen Reformen im Bildungswesen einzusetzen. 


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